Das European Biochar Certificate (EBC) war das erste System, das eine Methode zur Zertifizierung des Kohlenstoffsenkenpotenzials von Biokohle zur Verfügung stellte. Dies war ein entscheidender Schritt zur nachhaltigen Etablierung planetarischer Kohlenstoffsenken.
Nach einem umfangreichen Stakeholder-Prozess wurde im Juni 2024 der neue Standard „Global Biochar C-Sink“ veröffentlicht. Alle Unternehmen können ab dem 1. Juli 2024 von der neuen Norm profitieren und sich bewerben.
Als die Rahmenbedingungen für die Zertifizierbarkeit von C-Senken nach EBC im Jahr 2020 veröffentlicht wurden, war das nicht nur der erste Zertifizierungsstandard für Biokohle-C-Senken, sondern auch für alle langfristigen geologischen Kohlenstoffsenken. Seitdem haben Hunderte von Biokohle-Unternehmen ihre Biokohle-C-Senken unter dem EBC zertifiziert und gehandelt, wodurch ein völlig neuer CDR-Geschäftsbereich entstanden ist. In den letzten Jahren wurden mehrere kleinere Aktualisierungen des Biokohle-Standards veröffentlicht. Es ist jedoch an der Zeit für eine umfassende Überarbeitung, die zur Schaffung des neuen Standards Global Biochar C-Sink geführt hat.
Die permanente aromatische Kohlenstofffraktion (PAC) der im Boden ausgebrachten Pflanzenkohle ist heute als geologische Kohlenstoffsenke anerkannt. Der weniger persistente Anteil der Pflanzenkohle kann als temporäre Kohlenstoffsenke zum Ausgleich von Methanemissionen eingesetzt werden. Biokohle-C-Senken werden vom Werkstor bis zum Anwendungsort überwacht, und jede C-Senke muss im C-Sink-Register registriert werden. Emissionsportfolios für Biomasse- und Pflanzenkohleproduzenten, -verarbeiter und -händler werden erstellt und müssen kompensiert werden. Kohlenstoff- und Energieeffizienz werden bewertet. Materialien auf Biokohlebasis werden als temporäre C-Senken betrachtet.
