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The State of Carbon Dioxide Removal, 3. Auflage

Die Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre (CDR) wird notwendig sein, um den Klimawandel einzudämmen, was in Begleitung von schnellen und tiefgreifenden Emissionsreduktionen erfolgen muss. Dieser neue Bericht baut auf den beiden vorherigen Auflagen auf, um die CDR-Entwicklung zu verfolgen. Sie hebt neue Erkenntnisse hervor, erforscht Wissenslücken und definiert Kernkonzepte, wobei sie gleichzeitig darauf abzielt, die Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit von CDR-Daten zu verbessern.

Einige Kernaussagen des Berichts:

1. Sowohl die Entfernung von Kohlendioxid (CDR) als auch Emissionsreduktionen sind notwendig, um das Paris-Ziel zu erreichen.

2. Es gibt viele CDR-Methoden, mit großer Spannweite bei Kosten, Potenzial und sozialer Akzeptanz

3. Derzeit erfolgt CDR fast ausschließlich durch landgestützte, konventionelle CDR; neuartige CDR-Methoden (wie z.B. Biochar) wachsen zwar schnell, machen aber noch immer nur einen winzigen Bruchteil der gesamten Entfernung aus.

4. Es besteht eine große und wachsende Kluft zwischen der Menge an CDR in den Länderzusagen und der in den Paris-kompatiblen Szenarien; sowohl konventionelle als auch neuartige CDR werden in jedem Szenario eingesetzt.

5. CDR steht in einem breiteren Kontext mehrerer Ziele und Nebenwirkungen.

6. Die Nachfrage nach CDR ist entscheidend, um die CDR-Lücke zu schließen. Während die innovative Aktivität gewachsen ist, sind die Erwartungen an eine große und wachsende Nachfrage fragil geworden.

7. Wichtige Aspekte des CDR-Systems sind hochkonzentriert, schaffen dadurch Schwachstellen und würden von einer Diversifizierung über Methoden, Akteure und Länder hinweg profitieren.

8. Das Schließen der CDR-Lücke ist dringend, da die Einführung ein schrittweiser Prozess ist. Der Zeitraum 2026–2030 ist daher entscheidend, um die Rolle von CDR bei der Begrenzung von Klimawandel-Schäden festzulegen.

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Geschäftsmodelle von Biochar-Erzeugung zur CO2-Entfernung mit Energie-Koproduktion

Dieser Artikel untersuchte die derzeitigen Geschäftsmodelle (GMs) von europäischen Pyrolyse-Anlagen, vornehmlich in der DACH-Region, und behandelt drei Fragen: Wie werden aktuelle Pyrolyse-GMs mit Energiekoproduktion konfiguriert? Welche GM-Archetypen lassen sich identifizieren? Und welche zukünftigen Strategien sehen vielversprechend aus? Es wurde eine Taxonomie der GM-Elemente entwickelt und in vier Archetypen gruppiert: integrierte Biomassenutzer, Energienutzer, Energielieferanten und spezialisierte Betreiber. Für die Zukunft sehen die Beteiligten erweiterte Aufgaben für Pyrolyse in der kommunalen Wärmeplanung, auf den Ölmärkten, in der flexiblen Stromerzeugung und in der Wasserstoffproduktion. Die Wärmeversorgung erscheint am weitesten fortgeschritten, während die Produktion von Pyrolyse-Öl und Wasserstoff sowie Flexibilität weiteren technologischen Fortschritt und unterstützenden politischen Rahmen erfordern.

Zitat: Orlowski, M., Bluhm, H. and Hirschl, B.: Biochar Carbon Removal with energy co-production – Present and future business models. Biomass and Bioenergy 214, 109346 (2026). https://doi.org/10.1016/j.biombioe.2026.109346

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2026 Preisüberblick dauerhafter CDR-Methoden: Preise, Käuferprioritäten und Marktbarrieren

Originaltitel: 2026 Durable CDR Pricing Survey: Prices, Buyer Priorities, and Market Blockers

Der Bericht bietet einen detaillierten Blick auf die Preise für dauerhafte Kohlenstoffentfernung, die Nachfrage der Käufer und Marktbarrieren basierend auf der CDR.fyi × OPIS-Umfrage.

Hier werden die Ergebnisse der neuesten Umfrage zur nachhaltigen CDR-Preisgestaltung zusammengefasst, die sich darauf konzentrieren, wie sich die Preise für die CO2-Entfernung, die Nachfrage der Käufer und die Erwartungen der Lieferanten bis 2030 entwickeln. Die Umfrage sammelte Antworten von Käufern und Lieferanten für Biochar, BECCS, DACCS, Gesteins-Verwitterung, mariner CDR und anderen langlebigen Kohlenstoffentfernungs-Optionen.

Die Umfrage weist auf einen Markt hin, der beginnt, sich zu organisieren, sich aber noch nicht harmonisiert.

Biochar und BECCS, die heute am aktivsten beitragen, zeigen geringere Preisunterschiede im laufenden Jahr, aber größere prognostizierte Lücken bis 2030

Käufer und Lieferanten sind sich im Großen und Ganzen einig, dass 100+ Jahre Beständigkeit, Lieferanten-Transparenz und Lieferanten-Erfolgsbilanz Kernanforderungen sind, während Käufer am ehesten Prämien für Co-Benefits, 1000+ Jahre Beständigkeit und Ausrichtung am politischen Rahmen zahlen.

Die Haupthindernisse bleiben Budgetbeschränkungen, das Lieferrisiko, die interne Geschäftssituation und das Fehlen von politischen Anreizen.

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Review-Artikel: Verwitterung von Biochar im Boden

Biochar enthält stabilen Kohlenstoff (>90 % des Biochar-C), was die Basis für den Handel mit Zertifikaten für die dauerhafte Kohlenstoff-Speicherung darstellt und die Bodengesundheit positiv beeinflusst. Nach der Einbringung von Biochar in landwirtschaftliche Böden wird jedoch eine Vielzahl von physikalischen, chemischen und biologischen Verwitterungsprozessen wirksam, was zu physikalischer Fragmentierung und chemischer Umwandlung führt. Zu diesem Thema der Langzeit-Stabilität von Biochar im Boden gibt es eine große Anzahl von Fachartikeln und Reviews, welche der vorliegende Übersichtsartikel zusammenzufassen versucht und verschiedene Perspektiven berücksichtigt. Die Alterung der Biochar ist als Funktion des Biochar-Typs, der Bodeneigenschaften, Klimabedingungen, Einarbeitungstiefe und der Zeit zu verstehen.

  • Physikalische Verwitterung führt zur Bildung von Mikro- und Nano-Biochar-Fragmenten, was Auswirkungen auf die vertikale und laterale Verlagerung hat. 
  • Chemische/biologische Verwitterung führt zu Veränderungen der aromatischen Struktur und Oberflächeneigenschaften von Biochar und damit zu Veränderungen der Sorptionseigenschaften für Schadstoffe und Nährstoffe.
  • Die Verwitterung von Biochar kann insbesondere in sandigen Böden zu einer Verringerung der Kohlenstoffbindung im Boden führen.
  • Verwitterung beeinflusst vor allem die wirtschaftliche Rentabilität, indem sie die Langlebigkeit und Wirksamkeit der Vorteile von Biochar beeinflusst, was darüber entscheidet, ob ihre Anwendung für Landwirte profitabel ist. Eine LCA (Lebenszyklus-Analyse) sollte die dynamischen Veränderungen während der Biochar-Verwitterung berücksichtigen, um eine genaue Umweltverträglichkeitsprüfung zu gewährleisten. 
  • Je nach Art des Einflusses und der Wechselwirkungen zwischen den Einflussfaktoren kann die Verwitterung der Biochar im Boden verlangsamt oder beschleunigt werden.

Zitat:

Bolan, N. et al.: Weathering of biochar: implications to soil health, carbon sequestration and soil remediation

Biochar 8, 102 (2026)

https://doi.org/10.1007/s42773-026-00615-x

Rows of olive trees planted in neat patterns on rolling hills with mountains in the distance.
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Langzeit-Feldversuch mit Biochar in einer Olivenplantage

Während einer 10-jährigen Untersuchungsperioden zeigten Olivenbäume bei verschiedenen Arten organischer Düngung eine gleichmäßig stabile Ertragsbildung. In diesem Jahrzehnt wurden alle 2 Jahre folgende Düngungsarten appliziert: (i) Kontrolle, (ii) Kompost, (iii) Kompost-Biokohle-Gemisch (90:10 bezogen auf Trockenmasse) und (iv) Biochar.  Durch die Überwachung der Oberbodeneigenschaften, der mikrobieller Konsortien-Zusammensetzungen und der Inhaltsstoffzusammensetzung in Blättern und Früchten versuchten die Autoren zu verstehen, wie anhaltende Nährstoffverschiebungen die komplexen Beziehungen zwischen mediterranen Böden und langlebigen Olivenkulturen beeinflussen. 

Die wiederholten Anwendungen von Kompost und Biochar verursachten keine dauerhaften Veränderungen im natürlichen Bodenmikrobiom, was die Widerstandsfähigkeit dieser unterirdischen Lebensgemeinschaften bewies. Die Qualität der Früchte war empfindlicher gegenüber dem Bodenmanagement als die Blätter, wobei Kompost und Biochar-Mischungen den nützlichen Lipid- und Fettsäurewert der Oliven deutlich erhöhten. Die Konzentration einer wichtigen bitteren und gesundheitsfördernden Verbindung in den Früchten (Oleuropein) nahm ab (um bis zu 24 %), wenn der umliegende Boden reich an organischen Nährstoffen war. Multivariate statistische Korrelationen bestätigten, dass ein hoher Anteil von wasserlöslichem organischem Kohlenstoff und wasserlöslichem Stickstoff im Boden die Oleuropein-Bildung unterdrückten. Dieses Phänomen entspricht etablierten ökologischen Theorien, die darauf hindeuten, dass eine hohe Nährstoffverfügbarkeit den Pflanzenstress reduziert und somit die Notwendigkeit verringert, defensive sekundäre Metaboliten zu synthetisieren.

Zitat:

Sánchez-García, M., Sánchez-Monedero, M. Á., Moreno, D. A., Bustamante, D. E., Calderon, M. S., & Cayuela, M. L. (2026). Soil microbiome and phytochemical responses to a decade of compost and biochar amendments in an olive orchard. European Journal of Agronomy, 179, 128175. 

https://doi.org/10.1016/j.eja.2026.128175

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CO₂-Entnahmen in Deutschland: Potenziale und Perspektiven

Das “Carbon Removal Readiness Assessment (CRRA) Projekt” hat zum Ziel, nationale Entscheidungsträger dabei zu unterstützen, ihre Klimastrategien mit ehrgeizigen, aber realistischen Zielen zur CO2-Entfernung aus der Atmosphäre (CDR) zu ergänzen. In diesem Bericht wird am Beispiel Deutschland geschätzt, in welchem Ausmaß CDR realistisch eingesetzt werden kann. In Absprache mit lokalen Akteuren wurde eine Roadmap entwickelt, um Entscheidungsträgern beim Verständnis der Chancen und der notwendigen Maßnahmen zu deren Verwirklichung zu helfen. Trotz verschiedener Unterschiede in den nationalen Rahmenbedingungen zwischen Deutschland und Österreich sind Technologien wie BECCS, DACCS und Biochar sowie land-/forstwirtschaftliche Maßnahmen in beiden Ländern forschungsmäßig gut etabliert und haben auch zu ersten praxisnahen Umsetzungen geführt. Die Schlussfolgerungen, dass ein Methodenmix sinnvoll zur Risikostreuung wäre und eine effiziente Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft erfordert, treffen mit Sicherheit auch auf Österreich zu. Biomassebasierte CDR-Methoden, wie Biochar Carbon Removal (BCR), sind sowohl für Deutschland als auch Österreich besonders relevant, da signifikante Mengen Restbiomasse verfügbar sind.

Construction site with pile of concrete debris, excavator, cranes, and workers in safety vests
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CDR-Technologien für Abwasser, Betonrecycling und Bergbauabfall

Dieser von Carbon Gap in Zusammenarbeit mit Deloitte North and South Europe erstellte Bericht identifiziert eine weitgehend übersehene Chance, CDR (Carbon Dioxide Removal) in drei bestehende Industriesektoren zu integrieren: Abwassermanagement, Betonrecycling und Bergbauabfall-Management.

Regierungen können sich beim Anstreben von Klimazielen nicht ausschließlich auf Maßnahmen zur Emissionsminderung verlassen. Eine der Reaktionen darauf ist die aufkommende Rolle der Kohlendioxidentfernung (CDR) zur Erreichung globaler Dekarbonisierungsziele und zur Begrenzung des Anstiegs von Treibhausgasen (THG) in der Atmosphäre. Schwer zu reduzierende Emissionen aus Landwirtschaft, Luftfahrt, Schifffahrt und industriellen Prozessen werden wohl oder übel bestehen bleiben und erfordern ergänzende Strategien. Während Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) sowie zur Kohlenstoffabscheidung und -nutzung (CCU) verhindern, dass neue CO₂-Emissionen in die Atmosphäre gelangen, senken Kohlendioxidentfernungstechnologien (CDR) aktiv die bestehenden atmosphärischen CO₂-Werte. Technologien zur Entfernung von Kohlendioxid (CDR) beziehen sich auf Aktivitäten, die CO2 aus der Atmosphäre herausholen und dauerhaft in geologischen, terrestrischen oder ozeanischen Reservoirs sowie in Produkten speichern. Dieser Prozess umfasst die gezielte Verbesserung biologischer oder geochemischer Senken sowie Technologien wie direkter Luftabscheidung (DAC), BECCS und Biochar. In der EU gibt es aber noch keine kohärente Governance-Struktur für CDR. Der derzeitige gesetzliche Rahmen ist fragmentiert und behandelt CDR in mehreren Gesetzgebungen. Wenn diese politischen Lücken ungenutzt bleiben, besteht das Risiko, dass CDR nicht die erforderlichen CO2-Mengen bis 2040, 2050 und darüber hinaus liefert und damit die EU-weiten, rechtsverbindlichen Klimaziele gefährdet. Dieser Bericht soll als Inspiration bei der Entwicklung einer umfassenden CDR-Politikstrategie dienen, indem er den Status der CDR in drei verschiedenen Branchen veranschaulicht: Abwasserbehandlung, Betonrecycling und Bergbauabfallmanagement. Ihr Potenzial zur Integration lange haltbarer CDR-Technologien wird untersucht, ebenso wie politische Empfehlungen zur Bewältigung bestehender Einschränkungen.

Metal fire pit burning wood in a forest clearing with firewood stack and gardening gloves nearby
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Bewertung der Treibhausgas-Emissionen von KonTiki-Biochar-Öfen

Schon bevor es globale Kohlenstoffmärkte gab, wandelten Produzenten im Globalen Süden Ernterückstände mithilfe von offenen Öfen, Flammenvorhanggruben und einfachen Pyrolysebehältern in Biochar um. Der Kon-Tiki-Ofen, der auf Flammenvorhang-Pyrolyse basiert, formalisierte und verfeinerte diese Tradition – und der Global Artisan C-Sink Standard machte daraus einen Weg zur Beteiligung am CO₂-Markt für einige der weltweit kleinsten Produzenten. Das KonTiki-Verfahren ermöglichte eine dezentrale Biocharproduktion, aber der Nettoklimavorteil hängt stark vom Ausmaß der während der Produktion verursachten Methanemissionen ab. Die Studie von Lotz et al. verglich Emissionen der Flammenvorhang-Pyrolyse mit dem offenen Verbrennen von Ernterückständen. Fünf Rohstoffe wurden über verschiedene Feuchtigkeitsgehalte hinweg getestet und Temperatur und Konzentrationen von CO2, CO, CH4 (Methan) und C3H8 (Propan) im Rauchgas kontinuierlich gemessen. KonTiki-Pyrolyse führte zu geringeren CO- und CH4-Emissionen als das offene Verbrennen, insbesondere bei Weizenstroh. Trockene Rohstoffe (≤ 15 % Feuchtigkeit) lieferten geringe Methanemissionen (< 5 g kg−1 Biochar), während feuchte Rohstoffe (≥ 25 % Feuchtigkeit) bis zu zehnfach höhere Emissionen erzeugten. KonTiki-Methanemissionen ließen sich am besten durch die Rauchgastemperaturen erklären, die einen exponentiellen Rückgang der Methanemissionen bei steigenden Temperaturen zeigen. Die Kontrolle der Feuchtigkeit der Rohstoffe und die Aufrechterhaltung hoher Temperaturen werden als entscheidend angesehen, um Methanemissionen zu minimieren und KonTiki-Öfen als effektive Übergangstechnologie für dezentrale Biochar-Produktion und CO2-Entfernung zu ermöglichen.

Im Vergleich zur offenen Verbrennung reduzierte die KonTiki-Pyrolyse die CO-Emissionen um etwa 35 % und Methan im Durchschnitt um 36 %. Für Weizenstroh – einer der weltweit am häufigsten verbrannten Ernterückstände – war die Reduktion statistisch signifikant und groß. Entscheidend ist, dass jede Tonne pyrolysiertes Stroh etwa 200 kg Biochar erzeugte, was bei der Anwendung auf den Boden eine Kohlenstoffsenke von mehr als 500 kg CO₂-Äquivalent darstellt.

Zitat:

Lotz, S., Hagemann, N., Hölscher, D. und Schmidt, H.-P.: Methane Emissions From Flame Curtain Pyrolysis (Kon- Tiki). GCB Bioenergy, 2026; 18:e70108  https://doi.org/10.1111/gcbb.70108

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Kombination von Elektrochemie und Biochar-Anwendung in der Bodensanierung

Diese Studie untersuchte die Effizienz einer kombinierten Anwendung von elektrokinetischer (EK) Bodensanierung mit Biochar bei drei verschieden, schwermetall-belasteten Bodentypen.

Die Anwendung von Elektrizität (30 V, 12 h und 0.01 M Zitronensäure) in Kombination mit Reisschalen-Biochar (0, 15, 25, 35 t/ha) bot eine wirkungsvolle Methode zur Immobilisierung giftiger Metalle in landwirtschaftlichen Böden. Diese hybride Behandlung immobilisierte den Großteil der gefährlichen Schadstoffe und machte sie für Pflanzen unschädlich. Die Zugabe der Biochar senkte die Bodentoxizität erheblich, sodass die Pflanzen sicher keimen und gedeihen konnten. Hochfruchtbare schwarze Böden (z.B. Tschernosem) zeigten die stärkste natürliche Immobilisierungsfähigkeit, während sandige Böden höhere Kohlenstoffmengen für eine vollständige Wiederherstellung benötigten. Die Kombination aus EK + Biochar senkte den Anteil der mobilen Fraktionen der Schwermetalle im Boden um 60–95 %.

Zitat:

Kazez, A., Toktar, M., Bexeitova, K., Zhantikeyev, U., Lee, J., & Azat, S. (2026). Synergistic Electrokinetic Biochar Remediation for Heavy Metal Immobilization and Agroecological Treatment of Contaminated Soils. Carbon Trends, 100659.

https://doi.org/10.1016/j.cartre.2026.100659

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CRCF-Days in Brüssel

Termin: 20.-21. Mai 2026

Ort: Albert Borschette Conference Centre, Brussels / BE

Das erste jährliche Treffen der CRCF-Gemeinschaft (CRCF = Carbon Removal Carbon Farming) für dauerhafte CO2-Entfernung und Carbon Farming findet vom 20. bis 21. Mai in Brüssel statt. Auf Grund der hohen Nachfrage ist eine Teilnahme möglicherweise nur mehr online möglich.

Die Diskussionen sind entsprechend der beiden Hauptthemen strukturiert:

• Tag 1 – Dauerhafte Kohlenstoffentfernungen

• Tag 2 – Carbon Farming 

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit:

• Ein Update zu den Entwicklungen des CRCF einschließlich des weiteren klimapolitischen Rahmens zu erhalten

• An Diskussionen zur Gestaltung des EU CRCF Buyers‘ Club teilzunehmen

• Ansichten mit Lieferanten, Käufern und anderen Interessengruppen zu zentralen Herausforderungen und Chancen bei CO2-Entfernungen und CO2-Landwirtschaft auszutauschen