News, Publikationen

EBI-Positionspapier zu Biokohle im Beton

Als Antwort auf den wachsenden Bedarf an nachhaltigeren Baupraktiken untersucht ein neues Positionspapier der Arbeitsgruppe „Materialien“ des EBI (European Biochar Industry Consortium e.V.) das Potenzial von Biokohle in Beton als langfristige Lösung zur Kohlendioxidentfernung. Biokohle reduziert nicht nur den Bedarf an herkömmlichem Zement, sondern bindet auch Kohlenstoff für Tausende von Jahren. Eine aktuelle Studie unter der Leitung von Prof. Hamed Sanei an der Universität Aarhus hat gezeigt, dass Biokohle, die bei hohen Temperaturen (über 550 °C) hergestellt wird, sehr stabil ist und ähnliche Eigenschaften wie Inertinit aufweist, die stabilste Form von organischem Kohlenstoff, die in der Erdkruste vorkommt. Damit ist Biokohle ein idealer Kandidat für die dauerhafte Kohlenstoffspeicherung. Das Positionspapier befasst sich auch mit den End-of-Life-Szenarien von Pflanzenkohle-Beton-Produkten. In typischen Recycling- oder Downcycling-Prozessen bleibt die Biokohle sicher in der Betonmatrix und stellt sicher, dass die Kohlenstoffspeicherung über viele Jahre hinweg anhält. Backenbrecher und Prallbrecher, die üblicherweise im Recycling eingesetzt werden, setzen Biokohle keinen Temperaturen aus, die eine Kohlenstofffreisetzung verursachen würden. Dies macht Biokohle zu einer sicheren und langlebigen Methode, um die Kohlendioxidentfernung in Baumaterialien zu integrieren.