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Pflanzenkohle filtert Mikroplastik aus landwirtschaftlichen Böden

WissenschaftlerInnen haben in einer neuen Studie gezeigt, dass Röhrchen mit Biochar (Pflanzenkohle) bis zu 92,6 % von Mikroplastik herausfiltern konnten.

Im Labor stellten die ForscherInnen mit Pflanzenkohle gefüllte Säulen her und experimentierten mit zwei Arten: Biochar aus Zuckerrohr und aus Kiefernholz. Frühere Forschungen deuten darauf hin, dass elektrostatische Wechselwirkungen zwischen Biochar und anderen Substanzen eine Rolle dabei spielen, Mikropartikel auf ihrer Oberfläche zu sorbieren.

Bei der genauen Beobachtung der fluoreszierenden Partikel, während sie Wasserproben durch diese Säulen strömten, stellten die Forscher fest, dass Biochar in der Lage war, erstaunliche 86 bis 92 % der Partikel von jeder Säule zu entfernen.

Von den beiden Arten von Biochar war Kiefernholz-Biochar besser als Zuckerrohr-Biochar darin, den Kunststoff einzufangen. Die Forscher vermuten, dass dies auf die größere, rauere und porösere Beschaffenheit der Kiefernholz-Biochar zurückzuführen sein könnte.

Wenn sich die Ergebnisse im Freiland replizieren lassen, würde dies eine Möglichkeit eröffnen, die meisten Plastikschadstoffe zu stoppen, die von Ackerland abfließen, bevor sie in Böden, Bäche und schließlich ins Meer gelangen.

Foto: https://www.flickr.com/photos/oregonstateuniversity/21282786668