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Biochar aus invasiven Pflanzen III – Pflanzenkohle aus invasivem Kreuzdorn in Minnesota

Kreuzdorngewächse wie der Faulbaum gehören zu den am schwierigsten zu bekämpfenden invasiven Pflanzen in Minnesota, und die konventionelle Lösung besteht in der Regel darin, ihn zu entfernen und die Reisighaufen zu verbrennen.

Aber für jedes Kilogramm Holz, das in einem offenen Haufen verbrannt wird, werden laut dem Wood Products Council 0,8 kg Kohlendioxid in die Luft freigesetzt.

Eine gemeinnützige Organisation in St. Paul kann nun den größten Teil dieses CO2 im Boden festlegen. Great River Greening, eine Organisation, die sich auf die Wiederherstellung von Flächen und naturbasierte Klimalösungen konzentriert, fördert die Pyrolyse von Holz und Biomasse, um den Klimawandel zu bekämpfen, indem sie anstatt von CO2 und Asche Biochar produziert.

Die Organisation hat kürzlich den Einsatz ihres neuen „Big Box Kiln“ zur Herstellung von Biochar demonstriert. Great River Greening verfügt jetzt über drei holzbefeuerte Anlagentypen in kleinen bis mittleren Größen, und ihren neuen, 10 Fuß langen Big Box Kiln.

Ähnlich wie bei den KonTiki flame-curtain-kilns wird ein Feuer von oben entzündet. Durch die thermochemische Umwandlung im sauerstoffarmen unteren Teil der Anlage entsteht Pflanzenkohle, die anschließend mit Wasser abgeschreckt wird.

Die Biochar-Öfen wurden bereits in Oregon, Washington und Kalifornien eingesetzt. Die Technologie sei entwickelt worden, um bei der Bekämpfung von Waldbränden zu helfen: Niederholz wird in Biochar umgewandelt, um Holzabfälle zu entfernen und das Potenzial für sich schnell ausbreitende Brände zu verringern.

Der Big Box Kiln, dessen Bau 15.000 US-Dollar gekostet hat, kann 34 Kubikmeter Holzabfälle – etwa 20 Pickup-Ladungen – in etwa 7 Kubikmeter Biokohle verwandeln.

Foto: freenatureimages -Jan van der Straaten