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Vergleich von CDR-Technologien beim World Economic Forum in Davos – Biochar schneidet sehr günstig ab

Die Industrien zur Kohlendioxidentfernung (carbon dioxide removal; CDR) aus der Atmosphäre müssen CDR bis 2030 um das 25- bis 100-fache skalieren bzw. erhöhen, um dem Netto-Null-Pfad zu genügen.

Biochar ist aufgrund seines geringen Energiebedarfs sowohl bei der technischen CDR als auch in Bezug auf die Kosten (80 bis 200 USD/Tonne) als auch auf die Kohlenstoffeffizienz führend.

Die First Movers Coalition des Weltwirtschaftsforums steht an der Spitze der Bemühungen zur Kompensation der schwer zu reduzierenden Emissionen, um Netto-Null-Ziele zu erreichen. Daher bringt sie führende Unternehmen zusammen, die sich zum Kauf dauerhafter und skalierbarer Lösungen zur Kohlenstoffentfernung verpflichtet haben, um bis 2030 Verträge von 50.000 Tonnen oder 25 Millionen US-Dollar abzuschließen. Diese Zusagen konzentrieren sich auf Lösungen, die in der Lage sind, CO₂ über 1.000 Jahre lang zu speichern und bis 2030 auf Megatonnenkapazität und bis 2050 auf Gigatonnenkapazität zu skalieren.

Im Jahr 2023 erreichte die weltweite CDR-Kapazität etwa 41 Mt (Megatonnen) CO₂ pro Jahr – deutlich unter den 1–1,5 Gt (Gigatonnen) CO₂ pro Jahr, die bis 2030–2035 erforderlich sind, um sich an Netto-Null-Pfade anzupassen, was einer 25- bis 100-fache Skalierungslücke entspricht.

Biochar / Pflanzenkohle ist in Bezug auf Skalierbarkeit und Kosteneffizienz führend. Bei der Evaluierung von CDR-Technologien geht es um die Bewertung der Bereitschaft für den großflächigen Einsatz – unter Berücksichtigung von Faktoren wie Kapitalkosten, Energiebedarf und Flächenbedarf – und der Kosteneffizienz, die sich im Preis pro Tonne widerspiegelt. Die Preise werden von Betriebskosten, Kapitalkosten, Subventionen und Marktbedingungen beeinflusst, die sich auf die Skalierbarkeit auswirken.

Biochar ist derzeit die wirtschaftlichste CDR-Technologie, die eingesetzt werden kann, dank ihrer moderaten Investitionen, ihres geringen Energiebedarfs und ihres hohen Technologie-Reifegrades. Aufgrund seiner niedrigen Kosten pro Tonne und seiner minimalen Betriebskosten eignet es sich besonders für eine frühzeitige Einführung, auch wenn die Mengen noch begrenzt sind. Biochar ist regional vor allem durch die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Abhängigkeiten eingeschränkt, was den Einsatz in Regionen ohne reichlich vorhandene Biomasseressourcen limitieren kann.

Schließlich ist die Zusammenarbeit zwischen Branchen und Sektoren der Schlüssel zum Aufbau nachhaltiger Lieferketten und der Marktnachfrage. Partnerschaften zwischen Landwirtschaft, Energie- und Forstwirtschaft können eine stetige Versorgung mit Rohstoffen für Biochar und BECCS sicherstellen, während die Verpflichtungen der Unternehmen zu Abnahmevereinbarungen zuverlässige Einnahmequellen für DAC und andere technische Lösungen mit höheren Vorlaufkosten bieten.