Auftaktveranstaltung einer zweijährigen Studie an der Heriot-Watt University (Schottland) über die potenzielle Verwendung von Biochar als Baumaterial zur Förderung nachhaltigen Bauens.
Bisher wurde in kleinen Studien gezeigt, dass Biochar als Zusatzstoff in Beton, Ziegeln, Putz und Isolierung verwendet werden kann, wobei es sich als hervorragende Isolierung und Feuchtigkeitsregulator erwiesen hat.
Trotz ihres Potenzials gibt es keine Daten über die Leistung von Biochar in einem tatsächlichen Gebäude. Die Heriot-Watt University leitet nun eine interdisziplinäre Studie, die von UK Research and Innovation (UKRI) finanziert wird und sich mit der Leistungs- und Sicherheitsmerkmale des Materials in simulierten gebauten Umgebungen befassen wird. Entscheidend ist, dass Biochar auch kohlenstoffnegativ ist. Es bindet Kohlenstoff aus den organischen Ausgangsmaterialien, die sich sonst zersetzen und in die Atmosphäre abgegeben würden.
Die Auftaktveranstaltung umfasste eine Reihe von Präsentationen von Akademikern, Scottish Forestry, dem in Berlin ansässigen Baustofflieferanten ecoLocked, dem in Freiburg ansässigen Spezialisten für nachhaltige Kohlenstoffentfernung Carbonfuture und dem lokalen Biokohleproduzenten Sustainable Thinking Scotland.
