Kommunaler Klärschlamm (MSS) wurde als vielversprechender Rohstoff für die Herstellung von Biochar mit potenziellen Anwendungen als Bodenverbesserer identifiziert. Der hohe Schwermetallgehalt und die begrenzte Verfügbarkeit von Nährstoffen wie Phosphor (P) stellen jedoch Herausforderungen dar.
Ziel dieser Studie war es, die Qualität von MSS-abgeleiteter Pflanzenkohle durch Copyrolyse mit Weizenstroh (reich an K und Si) und Abfällen aus Backstuben (reich an K) bei Temperaturen von 500, 650 und 900 Grad Celsius zu verbessern. Diese Mischungen verbesserten die Bildung von pflanzenverfügbaren Phosphaten im Vergleich zu reiner Klärschlammkohle. Insbesondere Biochars aus Faulschlamm (BSS) wies den höchsten Phosphorgehalt auf, wobei ein Gemisch von 90 % BSS und 10 % BKW (Backstuben-Abfälle) bei 900 °C bis zu 55 g/kg Phosphor ergab.
Darüber hinaus reduzierte die Kopyrolyse die Konzentrationen von Schwermetallen wie Cadmium (Cd), Blei (Pb) und Zink (Zn) in den Biochars im Vergleich zur alleinigen MSS-Pyrolyse. Es hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Kupfer- (Cu), Chrom- (Cr) und Nickel- (Ni)-Werte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Copyrolyse mit Weizenstroh und Backabfällen nicht nur das Nährstoffprofil und die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Klärschlammkohle verbesserte, sondern auch die Schwermetallkontamination verringerte.
Zitat:
Vali, N., Zabihi, S., Mohsenzadeh, A., & Pettersson, A. (2025). Copyrolysis of Municipal Sewage Sludge with Agricultural Residues: A Theoretical and Experimental Study for Tailored Biochar Production. ACS Omega, 2025. DOI: 10.1021/acsomega.4c11089
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