Oregon / USA:
Die Entwicklung von größeren mobilen Pyrolyseanlagen, die nach dem Kon-Tiki-Prinzip arbeiten („flame curtain kilns“, siehe https://www.ithaka-institut.org/de/kon-tiki), hat ihren Einsatz in der US-amerikanischen Forstwirtschaft ermöglicht.
Eine Lösung, um die wachsenden Berge von nicht forstlich nutzbarem Abfallholz in Oregon loszuwerden und gleichzeitig die Lungen der Bevölkerung zu schonen, könnten mobile „air curtain incinerators“ (ACI) sein. ACIs haben etwa die Größe eines Wohnwagens und sind im Wesentlichen offene Metallboxen. Holzreste werden in die Verbrennungsbox gelegt und angezündet. Ventilatoren blasen dann Luft über die Oberseite des Materials und zwingen es, bei viel höheren Temperaturen zu brennen – bis zu 1370 °C.
Bei diesen Temperaturen wird die Rauchentwicklung im Vergleich zu Haufenbränden um mehr als 90 Prozent reduziert. Tests, die vom Oregon Department of Environmental Quality im Frühjahr 2023 durchgeführt wurden, haben bestätigt, dass ACIs viel sauberer verbrennen als offene Verbrennungen. Zum Einsatz kommt vor allem Holz von krankheitsbefallenen Bäumen, die gefällt werden müssen (derzeit oft Esche, Olive) und wo die Verhinderung weiterer Krankheitsausbreitung oberstes Ziel ist.
Anstatt einen Haufen Asche zu hinterlassen, entsteht durch das Verbrennen und Pyrolysieren von Holz in einem ACI bei hohen Temperaturen Biochar als vielseitig nutzbares Produkt. Biochar kann z.B. lokal als Bodenverbesserer verwendet werden, um die Wasseraufnahme zu verbessern, insbesondere in schnell durchlässigen, sandigen Böden.
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