Die Empa (Interdisziplinäres Forschungsinstitut des ETH-Bereichs für Materialwissenschaften und Technologie) gehört zu den Gewinnerinnen und Gewinnern des «Building Award 2025». Ein Team der Abteilung «Beton und Asphalt» wurde für seinen CO₂-speichernden Beton ausgezeichnet – ein vielversprechender Ansatz, um die Emissionen im Bauwesen deutlich zu senken.
Der «Building Award» wird alle zwei Jahre verliehen und würdigt herausragende Ingenieurleistungen im schweizerischen Bauwesen. In der Kategorie «Forschung, Entwicklung, Start-ups» wurde dieses Jahr die Empa für ihren CO₂-speichernden Beton ausgezeichnet, dem Kohlenstoff-Pellets beigemischt sind.
Ein Team der Abteilung «Beton und Asphalt» hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Biochar (Pflanzenkohle) praxistauglich in Beton integrieren lässt. Zwar existieren bereits erste Betonprodukte mit Biochar, doch diese wird jedoch oft unbehandelt beigemischt. «Die Pflanzenkohle ist sehr porös und absorbiert deshalb nicht nur viel Wasser, sondern auch teure Zusatzmittel, die bei der Betonherstellung verwendet werden», so Empa-Forscher Mateusz Wyrzykowski. Deshalb setzen die Forschenden auf Pellets: Sie werden aus Pflanzenkohle, Wasser und Zement hergestellt und ersetzen einen Teil der herkömmlichen Gesteinskörnung im Beton.
