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Anwendungen von Biochar im Weinbau

In der Weinindustrie, insbesondere in Frankreich, wird Biochar erst von wenigen genutzt. Dieser Artikel ist ein Literaturüberblick über die Verwendung von Biochar im Weinsektor.

In Übereinstimmung mit Studien aus anderen Bereichen scheint der Ursprung der Biomasse (Reben, Schnittholz oder Trebern) bei den Eigenschaften der Biochar eine geringere Rolle zu spielen als die Pyrolysetemperatur: eine höhere Temperatur (>500 °C) verbessert die Mikroporosität und den Anteil an stabilen aromatischen Kohlenwasserstoffen, was zu einer höheren Wasserspeicherkapazität und Langzeit-Stabilität im Boden führt.

Einige wenige Studien kamen zu dem Schluss, dass der Einsatz von Biochar als Bodenverbesserer keine signifikanten oder wirtschaftlich relevanten Auswirkungen hätte. Diese Studien wurden allerdings meist unter Verwendung von nur geringen Dosen, oberflächlich oder auf alkalischen Böden, durchgeführt. Wenn die Biokohle allerdings in der Nähe der Wurzeln in den Boden eingearbeitet wird (in der Regel durch Unterpflügen in einer Tiefe von zirka 30 cm), stellen Studien im Allgemeinen positive Auswirkungen auf viele Bodenparameter (Erhöhung des verfügbaren Wassergehalts, Verringerung der Dichte, Erhöhung des pH-Werts und der Leitfähigkeit, Erhöhung des C-/N-/P-/K-Mineralstoffgehalts – über die direkte Zufuhr von organischem Kohlenstoff aus Biokohle oder durch Adsorption und Verringerung der Auswaschung – Stimulierung der mikrobiologischen Aktivität usw.) sowie Pflanzenparameter fest (weniger Wasserstress, Erhöhung der photosynthetischen Aktivität und des Ertrags). Die klassischen analytischen Parameter der Trauben (pH-Wert, Gesamtsäure, potenzieller Alkoholgehalt, Anthozyane, assimilierbarer Stickstoff) bleiben meist unbeeinflusst.

Dieser Literaturüberblick wurde im Rahmen des PhysioVigne-Projekts erstellt, welches von der Universität Burgund geleitet wurde.