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Carbon Credits mit Biochar als Strategie von Großunternehmen zur CO2-Kompensation

Angetrieben von der Notwendigkeit, die ehrgeizigen Netto-Null-Ziele für 2030 zu erreichen, sehen sich Unternehmen weltweit mit einem rapide schwindenden Angebot an hochwertigen Lösungen zur Kohlenstoffentfernung konfrontiert. Biochar hat sich als bevorzugte Methode herauskristallisiert und machte im Jahr 2024 bereits 86 % aller vertraglich fixierten Kohlendioxidentfernungverpflichtungen aus. Die schnell steigende Nachfrage übersteigt das derzeitige Angebot bei weitem, was zu einem intensiven Wettbewerb und eskalierenden Preisen führt. In diesem Umfeld sind langfristige Beschaffungsverträge, sogenannte Abnahmeverträge, ein strategischer Imperativ.

Ein neuer Bericht von Supercritical zeigt, dass 62 % der Kapazitäten für hochwertige Biochar für 2025 bereits an solche Vereinbarungen gebunden sind, wobei fast 30 % bis 2026 gesichert sind. Unternehmen, die sich mehrjährige Abnahmen gesichert haben, gewinnen an entscheidender Versorgungssicherheit und Kostenstabilität und schützen so ihre Netto-Null-Ziele. Umgekehrt sehen sich diejenigen, die auf den Spotmarkt angewiesen sind, mit einer schrumpfenden Verfügbarkeit, einer erheblichen Preisvolatilität und dem Risiko konfrontiert, dass sie ausgepreist werden oder gezwungen sind, Carbon Credits von geringerer Qualität zu kaufen.

Fallstudien von wegweisenden Abnahmegeschäften

Der Handel mit Biochar-Carbon-Credits wird von großen Unternehmen angeführt, die den Standard für die Branche setzen. Diese wegweisenden Vereinbarungen zeigen die strategischen Beweggründe für die frühzeitige Sicherung der Versorgung.

Google: Der Technologieriese hat zwei der bisher größten Verträge zur Entfernung von Kohlendioxid auf Pflanzenkohlebasis unterzeichnet, mit Vereinbarungen über insgesamt 200.000 Tonnen bis 2030. Der erste Vertrag besteht mit dem in Indien ansässigen Unternehmen Varaha über 100.000 Tonnen, das eine invasive Holzart strategisch als Rohstoff nutzt.10 Bei dem zweiten handelt es sich um einen mehrjährigen Vertrag über 100 000 Tonnen mit Charm Industrial, die einen „Mehrgenerationen“-Ansatz zur Herstellung von Bioöl und Pflanzenkohle verfolgt.

Microsoft: Microsoft war ein bedeutender Treiber des Marktes und hat seine Investitionen in Biokohle allein im ersten Quartal 2024 um fast 30 % erhöht. Eine bemerkenswerte Vereinbarung ist die Abnahme mit dem in Bolivien ansässigen Unternehmen Exomad Green, die über den Carbonfuture-Marktplatz für über 32.000 Tonnen Kredite gesichert wurde. Dieser Deal zeigt, wie wichtig Plattformen von Drittanbietern und die Einhaltung von Standards wie dem Puro-Standard sind, um Transparenz und Qualität zu gewährleisten.

Weitere Informationen und Quellenangaben im Blog von Shanthi Prabha: