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Europäische Kommission verabschiedet ersten Zertifizierungsstandard für die CO2-Entfernung mit Biochar

Die Europäische Kommission hat die ersten EU-Zertifizierungsstandards für die dauerhafte Entfernung von Kohlenstoff aus der Atmosphäre verabschiedet. Durch die Festlegung klarer Regeln für Dauerhaftigkeit und Verifikation adressiert der neue Rahmen Marktfragmentierung und Greenwashing-Risiken und ermöglicht es zertifizierten Biochar-Projekten, erhebliche Investitionen und Skalierung in ganz Europa anzuziehen.

Die Europäische Kommission hat offiziell den ersten Satz freiwilliger Zertifizierungsmethoden für dauerhafte CO2-Entfernungen gemäß der Verordnung zur Kohlenstoffnutzung und -entfernung (CRCF) übernommen. Diese bahnbrechende Entscheidung markiert die Einführung des ersten EU-Rahmens, der darauf ausgelegt ist, hochwertige CO2-Entfernungen zu quantifizieren, zu überwachen und zu verifizieren. Die ersten drei Technologien, die aufgrund ihrer technologischen Reife und ihres Potenzials zur Erreichung der Klimaziele ausgewählt wurden, sind Biochar Carbon Removal (BCR) sowie BECCS und DACCS. Durch die Formalisierung dieser Standards bietet die Kommission einen klaren regulatorischen Weg für die Zertifizierung von durch Biochar gespeichertem Kohlenstoff

Ein bedeutendes Hindernis für den Sektor zur Kohlenstoffentfernung war das Fehlen harmonisierter Standards, was oft zu Bedenken hinsichtlich des Greenwashing und der ökologischen Integrität von Zertifikaten führte. Früher führte das Fehlen einer einheitlichen Definition dessen, was eine „Tonne Entfernung“ oder eine standardisierte Methode zur Gewährleistung der Dauerhaftigkeit ausmacht, zu Marktunsicherheit. Investoren und Käufer waren Risiken im Zusammenhang mit Lecks und Haftungen ausgesetzt, da es keine durchsetzbaren EU-weiten Regeln gab, die garantierten, dass atmosphärischer Kohlenstoff über mehrere Jahrhunderte hinweg gespeichert wurde. Diese Fragmentierung erschwerte die Skalierung von Biochar-Projekten, da Entwickler Schwierigkeiten hatten, das Maß an Sicherheit zu bieten, das von internationalen Klimafinanzierungen und Unternehmenskäufern gefordert wird.

Um diese Herausforderungen zu meistern, legt die neue delegierte Verordnung strenge, freiwillige Zertifizierungsregeln fest, die mit den Definitionen des IPCC übereinstimmen. Die Methodik für Biochar befasst sich speziell mit der Permanenz und verlangt, dass Kohlenstoff über mehrere Jahrhunderte gespeichert bleiben muss, um als dauerhafte Entfernung zu gelten. Der Rahmen führt außerdem eine verpflichtende Verifizierung durch Dritte und ein zentrales EU-weites Register ein, um vollständige Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten und Doppelzählungen zu verhindern. Durch die Auswahl von Biochar als eine der ersten Technologien hat die Kommission Lösungen priorisiert, die sofortige Skalierbarkeit und robuste Überprüfbarkeit zeigen und so das Risiko für Käufer und Investoren verringern.