Biochar, gemischt mit Geflügel-Einstreu als organischen Dünger, verbesserte die Bodengesundheit und verbesserte die Tomatenfruchtleistung im Vergleich zu Biochar, die mit synthetischem Dünger gemischt wurde, wie eine Studie der University of Georgia / USA zeigte.
Die Studie wurde zur Testung der Hypothese durchgeführt, dass Biochar ein universell vorteilhafter Zusatz zur Verbesserung der Bodengesundheit und des Ertrags ist. Die Forscher bemerkten jedoch, dass weniger die Biochar, sondern die Geflügel-Einstreu der Haupttreiber des Ertrags war, während Biochar weitere Vorteile wie Kohlenstoffspeicherung, pH-Stabilität und Erntequalität bot.
In der zweijährigen Studie verwendeten die Forscher fünf Aufwandmengen Biochar (0, 11, 22, 34 und 45 Tonnen/ha) aus Kiefern-Hackschnitzel als einmalige Oberflächenanwendung vor der ersten Tomatenanbausaison im Freiland. Die Ziel-Stickstoffmenge beider Düngemittelquellen betrug 200 kg N/ha. Die volle Geflügel-Einstreumenge wurde vor der Pflanzung gemäß den USDA-Richtlinien zur Lebensmittelsicherheit aufgetragen, während die synthetische N-Düngung in aufgeteilten Tropfbewässerungsgaben erfolgte.
Die Ergebnisse der Studie der University of Georgia waren signifikant, wobei die Biochar-Geflügel-Einstreumischung eine um 34 Prozent höhere Kationenaustauschkapazität und einen Anstieg des aktiven Kohlenstoffs um 5,6 Prozent erzielte. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Kunstdünger-Parzellen eine um 67 Prozent höhere Pflanzensterblichkeit. Über die Bodengesundheit hinaus hatte Biochar einen direkten Einfluss auf die Fruchtqualität und reduzierte physiologische Störungen (Erkrankungen, die das Aussehen der Früchte, nicht aber ihre Essbarkeit beeinträchtigen) um bis zu 47 Prozent. Die Studie fand außerdem eine Zunahme von 144 Prozent bei der gesamten anorganischen Stickstoffretention bei den höchsten Biochar-Anwendungsraten in Kombination mit Geflügel-Einstreu. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass für Landwirte die strategische Verbindung von Biochar mit organischen Abfallströmen einen klaren Weg sowohl zu ökologischer Nachhaltigkeit als auch zu einer verbesserten Resilienz der Pflanzen bietet.
