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Recording des Webinars zum “Global Construction C-Sink” veröffentlicht 

Am 15.4.2025 wurde ein Webinar zum Thema der Zertifizierung von Kohlenstoff-Senken in Bauwerken angeboten.

Die Teilnehmer informierten sich über den neuen Global Construction C-Sink Standard und diskutierten darüber, wie Gebäude aus biogenen Materialien als Kohlenstoffsenken konzipiert und zertifiziert werden können.

Präsentationen des Webinars:

– Introduction to the Global Construction C-Sink Standard: Certification of buildings that store CO₂.

– Presentation of the Valley Widnau pilot project – Europe’s first fully CO₂-neutral multi-family building.

– Insights into the monetization of carbon sinks and the use of certificates. 

Das Feedback von Praktikern fließt derzeit in die Version 1.0 des Standards ein.

Das Webinar vom 15.4. kann nachgesehen werden.

Das nächste Webinar zu diesem Thema (Registrierung, Dokumentation und Zertifizierung neuer Projekte) ist für 13.8.2025, 15 h geplant.

Foto: e-genius.at/lernfelder/baustoffe-und-fassadensysteme/daemm-und-fassadensysteme-im-holzbau

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Carbon Standards International (CSI) wird jetzt offiziell von der ICROA unterstützt  

Seit über einem Jahrzehnt ist ICROA, die “International Carbon Reduction and Offset Alliance”, eine führende Stimme auf dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt und bietet Qualitätssicherung und Beratung zur Emissionsreduzierung und zur Nutzung hochwertiger Emissionsgutschriften.

ICROA bietet einen Rahmen für verantwortungsbewusste Klimaschutzmaßnahmen von Unternehmen durch die Integrität bei der Verwendung von Emissionsgutschriften, durch die Qualität der Bereitstellung von Emissionsgutschriften und durch die Erzielung von Wirkung.

Die Unterstützung durch ICROA ist nicht nur eine Anerkennung der Aktivitäten von Carbon Standards International (CSI) – sie steht auch im Einklang mit der Vision von CSI, einen zuverlässigen und innovativen Rahmen für alle Akteure zu schaffen, die sich für die Klimawandel-Abschwächung einsetzen.  

Die ICROA-Anerkennung bestätigt, dass das Global C-Sink Registry und die Dienstleistungen von CSI die höchsten Standards im Bereich der Kohlenstoffentfernung erfüllen. Es bestätigt die Rolle von CSI als führendes Unternehmen auf dem CDR-Markt und befähigt ihre Partner, messbare, dauerhafte Auswirkungen zu erzielen.

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EIP-AGRI Operational Group entwickelt Zertifizierungsstandard für Senken auf Biochar-Basis

Die schwedische EIP-AGRI Operational Group ‘Carbon Credits with Biochar’ verwandelt klimatische Herausforderungen in bioökonomische Chancen. Sie bauen einen Markt auf, auf dem Land-/Forstwirte Geld für die Speicherung von Kohlenstoff im Boden mit Biochar aus Waldabfällen verdienen. Das Projekt verbindet technische, ökologische und marktwirtschaftliche Ansätze, um ein zertifiziertes Emissionsgutschriftensystem zu schaffen. 

Diese EIP-AGRI-Arbeitsgruppe leistet Pionierarbeit bei der Entwicklung eines Zertifizierungssystems für Emissionsgutschriften unter Verwendung von Pflanzenkohle. Als Ziel soll ein zertifizierter und praktikabler nationaler Zertifizierungsstandard für Senken auf Biochar-Basis zu etablieren, der es ermöglicht, Land- und Forstwirte für die Bindung von Kohlenstoff in den Böden zu entschädigen. Gleichzeitig soll ein verifiziertes System den Unternehmen ermöglichen, diese lokalen, transparenten und langfristigen carbon credits zu kaufen.“ Damit wird eine Verbindung zwischen der Nutzung forstlicher Biomasse, dem Klimaschutz und einer nachhaltigen Forst- und Landwirtschaft hergestellt sowie ein finanzieller Ausgleich für Waldbesitzer und Landwirte ermöglicht.

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Vereinbarung über >1 Mio. t CO2 Biochar Carbon Removal zwischen Microsoft, Exomad Green und Carbonfuture

Eines der bisher deutlichsten Signale für die Bedeutung von Biochar in der Klimawandel-Abschwächung: zwischen Microsoft, Exomad Green (einer der weltweit größten Anbieter von BCR-Gutschriften (Biochar Carbon Removal)) und Carbonfuture wurde ein 10-Jahres-Vertrag über 1,24 Millionen Tonnen CO2-Entfernung unterzeichnet. Das ist der bisher größte Deal zur Entfernung von atmosphärischem Kohlenstoff mittels Biochar. Jede Tonne wird mit Carbonfuture MRV+ nachverfolgt, und das Projekt bringt 250.000+ Menschen in bolivianischen Gemeinden zusätzliche Vorteile. Das Projekt zeigt, dass die Kohlenstoffentfernung im industriellen Maßstab mit hoher Integrität bereits im Gange ist.

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Novocarbo und Hansa Asphalt starten Pilotprojekt für kohlenstoffspeichernden Biochar-Asphalt

In Norddeutschland zeigt ein neuer Ansatz im Straßenbau, wie Infrastruktur eine Rolle beim Klimaschutz spielen kann. Die Novocarbo GmbH, ein führender Anbieter von Technologien zur Kohlenstoffentfernung, hat sich mit der Hansa Asphalt GmbH zusammengetan, um eine neuartige Asphaltmischung zu testen, die Biochar integriert.

Im Rahmen des Projekts, das im „Carbon Removal Park Baltic Sea“ in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt wurde, wurde feinkörnige Pflanzenkohle (<5 mm) in einem Anteil von 3 % in die oberste Asphaltschicht eingebracht. Dabei wurden rund 7 Tonnen Pflanzenkohle in das Testgelände eingearbeitet. Erste Ergebnisse unterstreichen drei wesentliche Vorteile: eine erhöhte Materialeffizienz, eine mögliche Substitution von Rohstoffen wie Füllstoffen oder Bitumen und eine langfristige Kohlenstoffspeicherung.

In Bezug auf die Leistung deuten vorläufige Labortests und Feldanalysen darauf hin, dass mit Biochar angereicherter Asphalt eine verbesserte Haltbarkeit, eine größere Beständigkeit gegen Temperaturschwankungen und eine verbesserte Ladungsstabilität bieten kann. In geeigneten Formulierungen scheint Biochar auch die Viskosität des Asphaltbindemittels zu erhöhen und so die langfristige strukturelle Integrität zu unterstützen.

Die Klimawirkung ist messbar: Pro Tonne Asphalt werden ca. 75 kg CO₂-Äquivalent gelagert, insgesamt sind es 17,5 Tonnen auf dem Testgelände. Diese Kohlenstoffentfernungen werden von Novocarbo zertifiziert und unabhängig verifiziert, wodurch handelbare Carbon Removal Credits generiert werden.

Foto: pixabay.com – PIX1861

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Erste Ausschreibung von Planet2050 für die dauerhafte Kohlenstoffentfernung

Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zum Thema „Permanent Carbon Removals“.

Planet2050 ist aktiv auf der Suche nach bahnbrechenden Projekten, die eine hohe Integrität, Skalierbarkeit und messbare Auswirkungen in Bereichen wie der Entfernung von Kohlenstoff mit Biochar (sowie andere Themen) aufweisen.

Planet2050 erkennt an, dass sowohl die Reduzierung als auch die Beseitigung von Emissionen für einen Netto-Null-ausgerichteten Weg erforderlich sind. Aus diesem Grund wird ein diversifiziertes Portfolio von kohlenstoff-relevanten Projekten aufgebaut. Diese sollen in der Lage sein, Einnahmen aus hochwertigen Emissionsgutschriften zu generieren und gleichzeitig Werte aus nachhaltigen Materialien, Energie und Dekarbonisierungsdienstleistungen zu erschließen.

Das ESABCC (European Scientific Advisory Board on Climate Change) schätzt, dass die EU bis 2050 zwischen 400 und 800 Millionen Tonnen CO2 einsparen muss, um ihre Klimaziele zu erreichen – sowohl aus landgestützten Ansätzen als auch aus neuartigen Technologien. Bis 2050 soll der CDR-Sektor in der EU zu einem jährlichen Markt von 220 Mrd. EUR werden, wobei 70 Mrd. EUR aus Deutschland kommen sollen. Die EU plant nun verschiedene Wege für die Skalierung des dauerhaften Kohlenstoffabbaus, mit der möglichen Schaffung eines Removal Trading Scheme (RTS) oder der Einbeziehung von Emissionsgutschriften in das EU-ETS, den regulierten EU-Kohlenstoffmarkt.

Call deadline: 22.7.2025

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Wie ein Innovator das Anwendungsproblem von Biochar im Weingarten löste

In den kalifornischen Weingärten ist eine stille Revolution in der nachhaltigen Landwirtschaft im Gange. In dieser neuen Entwicklung zeigt Soil Amendment Injection, LLC, wie ihr Injektor für Bodenhilfsstoffe eine Biochar-Kompost-Mischung dorthin liefert, wo sie die größte Wirkung erzielt – in die Wurzelzone. Dieser Injektor schafft eine ideale Umgebung, in der die Rebwurzeln vom ersten Tag an gedeihen können. Und da Biochar tief im Boden platziert wird, bleibt sie an Ort und Stelle und bindet Kohlenstoff für die Lebensdauer des Weingartens.

Tiefenkontrolle: Biochar wird 30-90 cm tief in der Wurzelzone platziert, wodurch die Feuchtigkeitsspeicherung und die Widerstandsfähigkeit des Bodens verbessert werden.

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Fact-Sheet über Flame-Cap-Kilns (KonTiki etc.) veröffentlicht

Biochar On Site (BOS) ist eine US-amerikanische Organisation, die sich der Verringerung des Waldbrandrisikos durch die Nutzung von überschüssiger Bodenvegetation, Schlagabraum und Totholz für die Biochar-Produktion verschrieben hat. Dazu wird vor allem die Vor-Ort-Pyrolyse mit mobilen Einheiten propagiert, die nach dem Prinzip der flame-curtain-kilns arbeiten (wie die KonTiki-Öfen). Für diese Technik, die auch in europäischen Waldgebieten mit ausgeprägten Sommer-Trockenperioden relevant sein könnte, wurde ein Infoblatt (fact sheet) erstellt.

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Biochar für Verpackungsmaterialien

Wie aus Holzabfällen Verpackungen werden: Der Ansatz der Minelli Group für nachhaltige Materialien mit Biochar.

Der Geschäftsbereich mPackting der Minelli Group verwandelt Holzabfälle in Kosmetikverpackungen auf Biochar-Basis. Dieser innovative Ansatz, bei dem auch Materialien wie PLA (Poly-Milchsäure) und PHA (Polyhydroxyalkanoat) verwendet werden, reduziert Abfall, verbessert das Umweltverhalten und erfüllt die Marktnachfrage nach nachhaltigen, kompostierbaren Lösungen für die Kosmetik-Industrie.

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Pyrolyse als Schlüsseltechnologie für Net-Zero bei der Transformation des Energiesystems

In dieser Studie aus der Hochschule Offenburg wird die Pyrolyse als Doppelnutzungstechnologie bewertet, um negative Emissionen und regelbaren Strom in das deutsche Stromsystem zu integrieren und so die Klimaneutralität bis 2045 zu unterstützen. Bis 2050 kann die Pyrolyse eine installierte Kapazität von 5 GW erreichen und 2 % der gesamten Stromerzeugung liefern. Die flexible Leistungsabgabe reduziert den Bedarf an Wasserstoffspeicherung um 60 %, da Strom in Zeiten geringer erneuerbarer Versorgung erzeugt wird und die CO2-Emissionen von Gaskraftwerken durch die Sequestrierung von Biochar ausgeglichen werden. Der Einsatz der Pyrolyse ist eng mit der Verfügbarkeit von Solar-PV verknüpft, da sie in Regionen mit hoher Solarenergie früher expandiert, und ihre Integration die Batteriespeicherkapazität um 240 % erhöht. Der Ausbau der Pyrolyse wird durch die Investitionskosten (CAPEX) und die Stromnachfrage getrieben, wobei niedrigere CAPEX – unter 308 € /(tBiomasse/Jahr) für Pyrolyseanlagen und 2.300 € /kWel für Stromerzeugungseinheiten – den Einsatz beschleunigen. Der steigende Strombedarf stärkt die Rolle der Pyrolyse als flexible Energiequelle, auch unter hohen CAPEX-Bedingungen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Pyrolyse als strategischen Faktor für die Dekarbonisierung des Energiesystems, bei dem regelbarer erneuerbarer Strom und negative Emissionen auf einzigartige Weise kombiniert werden. Die Integration unterstreicht die Notwendigkeit eines diversifizierten Kraftwerksportfolios, um die Flexibilität und Stabilität des Systems zu erhalten, und liefert politischen Entscheidungsträgern, Investoren und Energieplanern wichtige Erkenntnisse zur Optimierung der Marktrahmenbedingungen und Einsatzstrategien.

Zitat:

Sandhaas, A. and Hartmann, N.: Pyrolysis as a strategic element in energy system transformation to achieve net zero emissions. Energy Conversion and Management: X, Volume 26, 100970 (2025)

Foto: pxhere.com