Orbital Biocarbon, ein Startup zur Klärschlammverarbeitung, das die Pyrolysetechnologie von PYREG nutzt, hat die Investitionen gesichert, um die Entwicklung von Klärschlammbehandlungsanlagen zu beschleunigen. Diese Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, da die Region mit begrenzten Entsorgungskapazitäten und wachsenden Bedenken hinsichtlich PFAS-Kontamination konfrontiert ist.
Das System von Orbital wandelt getrockneten Klärschlamm in Klärschlammkohle um und zerstört dabei PFAS sowie andere organische Schadstoffe. Die erste Anlage des Unternehmens, die sich derzeit in der Nähe von Pittsburgh befindet, soll jährlich bis zu 14.400 feuchte Tonnen Schlamm verarbeiten und etwa 1.700 Tonnen Biokohle produzieren. Weitere Anlagen könnten um ein Vielfaches vergrößert werden, um der regional wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.
Mehr als die Hälfte des Klärschlamms wird derzeit als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen in den USA verteilt. Der Rest wird laut US-EPA deponiert, verbrannt oder in Kompostierungsprozessen verwendet. In diesem Jahr (2025) haben mindestens ein Dutzend US-Bundesstaaten PFAS-bezogene Beschränkungen zur Klärschlammentsorgung diskutiert. Maine war der erste Bundesstaat, der die landwirtschaftliche Anwendung von Schlamm verbot, doch das Gesetz löste eine Entsorgungskapazitätskrise aus, nachdem der größte Deponiebetreiber des Bundesstaates, Casella Waste Systems, erklärte, er könne das Material nicht annehmen.
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