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Veröffentlichung des IBI: Handbuch für Carbon-Removals mit Pflanzenkohle (A Manual for Biochar Carbon Removal)

Dieses E-Book wurde von IBI (International Biochar Initiative) und HAMERKOP erstellt und bietet eine Roadmap für Biokohleproduzenten, Investoren und Interessengruppen, die die Feinheiten der Zertifizierung der Biokohleentfernung verstehen möchten.

Der Leitfaden enthält einen Überblick über die verschiedenen Methoden, die von führenden Zertifizierungsstandards festgelegt wurden. Ziel ist es, praktische Einblicke und Vergleiche anzubieten, um Produzenten und Investoren bei der Auswahl des am besten geeigneten Ansatzes für spezifische Pflanzenkohleprojekte zu unterstützen.

  1. Die aktuelle Stellung von Biokohle auf dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt
  2. Die Variablen der Biokohleproduktion, Rohstoffe, Technologie und mehr
  3. Anleitung für die Gestaltung Ihres Pflanzenkohleprojekts
  4. Anleitung zur Auswahl der richtigen Methodik für Biokohle-Kohlenstoffstandards für Ihr Projekt
  5. Kostenvergleiche nach Standard
  6. Die wichtigsten Schritte für die Zertifizierung der Kohlenstoffentfernung von Pflanzenkohle

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Türkei: Kombination von Hydrogel und Pflanzenkohle zum Schutz mediterraner Weingärten vor Trockenstress

Forscher der Universität Mersin (MEÜ) haben ein Hydrogel entwickelt, das die Weingärten im Mittelmeerraum  vor den Auswirkungen der Dürre schützen soll.

Die Innovation ist Teil eines internationalen Projekts, das vom wissenschaftlichen und technologischen Forschungsrat der Türkei (TÜBİTAK) unterstützt wird, den Namen VineProtect trägt und in Zusammenarbeit mit Universitäten in Portugal, Italien, Marokko durchgeführt wird.

Das türkische Team in MEÜ unter der Leitung von Professor Yağmur Uysal leitet die Entwicklung von Hydrogelen mit dem Ziel, die Widerstandsfähigkeit von Weinbergen in den von Dürre betroffenen Mittelmeerländern zu stärken.

„Die Wasserressourcen schwinden aufgrund des Klimawandels“, erklärt Uysal den Impuls des Projekts. „Unser Ziel ist es, die Trockenheitsresistenz von Weinbergen zu verbessern. Die Hydrogele, die wir in unserem Labor herstellen, können die Wasserspeicherung im Boden deutlich erhöhen.“

Diese Hydrogele haben eine perlenartige Struktur, die bei der Aufnahme von Wasser aufquillt und es im Laufe der Zeit langsam wieder abgibt, wodurch die Notwendigkeit einer häufigen Bewässerung verringert wird.

Zusätzlich zur Wassereinlagerung baute das Team Biokohle in die Hydrogele ein.

„Wir haben das Schnittgut von Weingärten mit der Biokohletechnik verkohlt und diese Biokohle in die Hydrogele integriert“, erklärte Uysal. „Dieser Prozess verwandelt landwirtschaftliche Abfälle in ein wertvolles Produkt und erhöht den Kohlenstoffgehalt des Bodens.“

Die Versuche des Projekts zeigten vielversprechende Ergebnisse, sagte Uysal. „Selbst bei längeren Trockenperioden verdorrten die Reben nicht.“

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USA / Kanada: Blumenerde mit Pflanzenkohle zur Verbesserung der Nachhaltigkeit

Sun Gro Horticulture hat kürzlich sein neuestes Produkt auf den Markt gebracht, eine klimaschonende Blumenerde namens Sunshine Black Bear Indoor & Outdoor Potting Mix.

Die Mischung, ist mit kohlenstoffreicher Biokohle versetzt und trägt so zum Carbon Removal und zur ökologischen Nachhaltigkeit bei.

„Dieser neue Mix ist nicht nur ein Wachstumsmedium; es ist eine nachhaltige Revolution“, sagte Bruce Adams, Marketingdirektor von Sun Gro. „Durch die Pyrolyse von Holz, das sonst zum atmosphärischen Kohlenstoffdioxid beitragen würde, speichert Black Bear Biochar Kohlenstoff und erzeugt ein dauerhaftes, nützliches Wachstumssubstrat, eine echte Innovation in der Welt der Blumenerde.“

Black Bear Indoor & Outdoor Potting Mix wird mit kohlenstoffreicher Black Bear Biokohle aus Waldabfallholz gemischt. Es ist eine nachhaltige Alternative zu Perlit, die die Belüftung und Drainage fördert. Allerdings kommt das Substrat noch nicht ohne Torf aus.

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Australien: Biokohle aus Kaffee-Abfällen als Beton-Zuschlagsstoff

Australien erzeugt jedes Jahr 75 Millionen Kilogramm gemahlenen Kaffeeabfall – der größte Teil davon landet auf Mülldeponien, aber er könnte bis zu 655 Millionen Kilogramm Sand in Beton ersetzen. Weltweit fallen jährlich 10 Milliarden Kilogramm verbrauchter Kaffee an, der bis zu 90 Milliarden Kilogramm Sand in Beton ersetzen könnte.

Organische Abfälle können dem Beton nicht direkt zugesetzt werden, da sie sich mit der Zeit zersetzen und den Baustoff schwächen würden. Um diese Herausforderung zu meistern, wurde eine Technik entwickelt, um Beton um 30 % stärker zu machen, indem Kaffee-Biokohle verwendet wird, die mit einem energiearmen Prozess ohne Sauerstoff bei 350 Grad Celsius hergestellt wird.

Auch andere organische Abfälle, einschließlich Holzspäne, werden in Biokohle umgewandelt und zur Herstellung von stärkerem Beton verwendet.

In dem Projekt, in dem ein Teil des Flusssandes zur Herstellung von Beton verwendet wird, werden beide Arten von Biokohle bei betonierten Gehsteigen getestet.

„Es ist sehr aufregend, diesen weltweit ersten Versuch unserer Kaffee- und Holzkohle auf diesen Fußwegen in Zusammenarbeit mit dem Macedon Ranges Shire Council zu sehen“, sagte Dr. Rajeev Roychand von der School of Engineering von der RMIT University (Victoria / Australien). „Sand wird mit der Zeit knapp, und dieser Abfall kann bis zu 15 % des Sandes im Beton ersetzen.“

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Landgewinn-Symposium: Nachhaltige Lösungen für die Dekarbonisierung der Landwirtschaft

5. Juni 2024

Fraunhofer-Forum Berlin

Das Landgewinn-Symposium ist der Höhepunkt dieses interdisziplinären Forschungsprojekts, bei dem innovative Ergebnisse zu drei Dekarbonisierungstechnologien vorgestellt werden: Pflanzenkohle, Agrophotovoltaik (Agro-PV) und E-Traktoren.

Das Symposium, eine Kooperation der Hochschule Offenburg, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin und dem Kehler Institut für Angewandte Forschung der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl, markiert einen entscheidenden Meilenstein auf diesem Weg.

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Youtube: Webinar-Serie über Langlebigkeit von Biokohle im Boden

Die vor einigen Monaten vom EBI (European Biochar Industries Consortium) veranstaltete Webinar-Serie mit Professor Hamed Sanei kann nun auf Youtube nachgesehen werden. Die Webinar-Reihe basierte auf den Ergebnissen einer kürzlich erschienenen Übersichtsarbeit von Sanei et al. 2024 (https://doi.org/10.1016/j.coal.2023.104409), der festgestellt hat, dass sich die Halbwertszeit von Inertinit-Pflanzenkohle in Millionen Jahren bemisst. Die Bewertung der Dauerhaftigkeit von Biokohle als Methode zur Entfernung von Kohlendioxid (CDR) ist entscheidend für die Bestimmung ihres langfristigen Netto-Klimanutzens und ihrer Wirksamkeit bei der Bekämpfung des Klimawandels.

Exploring the Natural Carbon Cycle: Disruptions and Remedies with a Focus on the Organic Carbon Cycle and its Connection to Biochars.

Carbon Stability in Biochars: Introducing Novel Proxies for Evaluating Carbon Stability, Quantifying Permanent Carbon Reservoirs.

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Ankündigung: IBI und CSI verschmelzen Biokohle-Standards

Carbon Standards International (CSI) und die International Biochar Initiative (IBI) geben eine neue Partnerschaft bekannt, um stärkere Standards und Zertifizierungen zu schaffen und den Anforderungen einer schnell wachsenden Biokohleindustrie gerecht zu werden.

Als Kernstück dieser Partnerschaft wird der IBI Biochar Standard mit dem CSI World Biochar Certificate verschmolzen.

Eine Expertengruppe unter der Leitung des Pflanzenkohleforschers und IBI-Gründungsmitglieds Dr. Johannes Lehmann von der Cornell University wird eingesetzt, die in Zukunft bei der Weiterentwicklung des Standards konsultiert werden soll, einschließlich der Berücksichtigung von Elementen des alten IBI-Standards.

Bisherige Standards:

Achtung: das CSI World Biochar Certificate ist nicht ident mit dem European Biochar Certificate (EBC; https://www.european-biochar.org/media/doc/2/version_de_10_3.pdf ), nach dem weiterhin bei CSI zertifiziert werden kann.