VINNY

Advanced nano encapsulation of bio-based pesticides and fertilisers for a circular and sustainable viticulture

Das Hauptziel des Projekts VINNY ist die Entwicklung nachhaltiger, kostengünstiger nanoformulierter Biopestizide (nanoBPs) und Biodünger (nanoBFs), um zu widerstandsfähigeren Weinbausystemen beizutragen. Die Anwendung von VINNY-Nanoformulierungen wird es ermöglichen, auf globaler Ebene zum endgültigen Übergang von intensiver zu nachhaltiger Landwirtschaft im Weinbau beizutragen. Dies wird durch natürlich basierte Konzepte der grünen Kreislaufwirtschaft u.a. auch durch Einsatz von Pflanzenkohle bzw. Biokohle erreicht:

  1. Grapevine-to-Grapevine-Plant-Full-Cycle-Ansatz, bei dem Mikrobiom-basierte Metaboliten und Bioaktivstoffe aus verschiedenen Weingärten in Europa (Portugal, Spanien, Österreich und Dänemark) untersucht werden, um wirksame Cocktails mit antimykotischen und pflanzenschützenden Eigenschaften zu bilden, und
  2. industrielle Nebenprodukte, nämlich Kohlenstoff-, Stickstoff-, Phosphor- und Kalium-reiche Wirkstoffe aus Schlämmen, die aus lokalen Kläranlagen in Österreich und Dänemark unter anderem aus der Fleischindustrie stammen und in karbonisierter Form als Biodünger verwendet werden.

Das Projekt konzentriert sich auf die Stabilisierung und Steigerung der Wirksamkeit dieser Wirkstoffe durch den Einsatz von 2 verschiedenen Bioplattformen: die Nanoformulierung/Ver­kapselung von Biopestiziden und die Imprägnierung von Agrotextilien mit Biodüngern. Die Plattformen basieren auf biologisch abbaubaren, erneuerbaren und reichlich vorhandenen Bioressourcen aus Pflanzen oder, im Falle von Biopestiziden, auf dynamisch aktiven Nanoformulierungen, d.h. auf der Grundlage von reizempfindlichen Biopolymeren, die in der Lage sind, den Wirkstoff freizusetzen und ihre Wirksamkeit bei äußeren Reizen (Wind) und/oder internen Triggern (Enzyme in Pilzen) zu verbessern. VINNY wird diese Plattformen dann anhand von in-vitro-, ex-vivo- und Pflanzentests gegen wichtige Krankheitserreger der Reben auf ihre Wirksamkeit validieren und ihre Biokompatibilität bewerten, das Fehlen von Nanotoxizität prüfen und Feldtests mit den leistungsstärksten Kandidaten in 4 EU-Weingärten durchführen. Ein solcher End-to-End-Entwicklungsansatz ermöglicht die Optimierung und Anpassung der Weinbaupraktiken an eine höhere Traubenqualität und -produktivität.

Laufzeit: 2024-2028

Förderprogramm: H2020; Topic: HORIZON-CL4-2023-RESILIENCE-01-34

Projektkonsortium:
Universidade do Minho / PT (Projektleitung) mit 18 internationalen Partnern,
einschließlich der Universität für Bodenkultur Wien (Institut für Verfahrens-
und Energietechnik sowie Institut für Umweltbiotechnologie) und der HBLA /BA
Klosterneuburg

Kontakt: gregor.tondl@boku.ac.at und wolfgang.gabauer@boku.ac.at

Foto: Gerhard Soja