Der EU Carbon Removal Buyers‘ Club ist ein Konzept, das als Instrument zur Beschleunigung der Entwicklung eines glaubwürdigen, EU-verankerten Marktes für Kohlendioxidentfernung (CDR) dienen soll. Carbon Management Europe und Carbon Gap haben gemeinsam ein Diskussionspapier zur Schaffung eines europäischen Buyers’ Club erarbeitet.
Als zentrale Marktherausforderung wird der Zugang zu kostengünstigem Kapital angesehen. Kapital ist zwar verfügbar, aber nicht zu den Kosten, die CDR-Projekte benötigen. Mangels (auch für Banken) sicherer Erträge bleiben die Risikowahrnehmung für CDR-Projekte und damit auch die Finanzierungskosten erhöht, was Investitionen unattraktiv machen kann. Ein Buyers‘ Club soll als Koordinationsmechanismus die Nachfrage aggregieren, Transaktionskosten senken und als institutioneller Anker fungieren, der notwendig ist, um private Investitionen in großem Umfang zu mobilisieren.
Die Carbon Removals and Carbon Farming Regulation (CRCF) wird als geeignetste regulatorische Grundlage angesehen, da sie den Qualitäts- und MRV-Rahmen bietet, den das Vertrauen der Käufer braucht. Eine Ausrichtung der CRCF auf Flexibilität zur Berücksichtigung zukünftiger Methoden scheint das praktikabelste Gleichgewicht zwischen Glaubwürdigkeit und kurzfristiger Verfügbarkeit zu bieten. In EU- und EWR-Rechtsordnungen entwickelte sich eine Präferenz, Technologien nahe der Kommerzialisierung zu priorisieren.
Ein von Unternehmen geführtes Mitgliedschaftsmodell gilt als die praktikabelste Konfiguration, wobei der Buyers‘ Club als Koordinationszentrum fungiert und bestehende Vermittler und Marktakteure nutzt.
