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STRABAG baut Portfolio für nachhaltige Baustoffe mit Biochar aus

Mit dem mehrheitlichen Einstieg bei der Ökologischen Klärschlammtrocknung Offenhausen GmbH (ÖKT) in Bayern stärkt die STRABAG ihr regionales Engagement im Bereich nachhaltiger Materialien und treibt die Dekarbonisierung in der Bauindustrie weiter voran. Bereits seit zwei Jahren arbeitet eine eigene Einheit an der Entwicklung und Skalierung nachwachsender und mineralischer Rohstoffe, technischen Kohlenstoffs sowie CO₂-reduziertem Beton.

Die ÖKT betreibt im bayerischen Offenhausen eine integrierte Anlage zur Pyrolyse und Klärschlammtrocknung. Dabei werden Biomasse und biogene Reststoffe aus Forst- und Agrarwirtschaft (z. B. Waldhackgut und Maisspindeln) verwertet und zu nach EBC zertifizierbarer Biochar, also technischem Kohlenstoff, umgewandelt. Diese innovative Technologie ermöglicht eine aktive Netto-CO₂-Entnahme aus dem Kohlenstoffkreislauf bei zusätzlicher Energiegewinnung.

Die im Pyrolyseprozess entstehende Abwärme wird zur Trocknung des eingesetzten Materials genutzt. Zudem trocknet sie Klärschlamm, der anschließend als emissionsarmer Brennstoff verwendet werden kann. Ziel ist die langfristige Bindung von CO₂ in Baustoffen wie Beton und Asphalt. Dabei dient Biochar als dauerhafter CO2-Speicher, wie in der EU-Verordnung 2026/285 zu Carbon Removals und Carbon Farming (CRCF) reguliert, und hat zudem das Potenzial, die Materialeigenschaften etwa von Beton zu verbessern.

Der Einsatz von technischem Kohlenstoff eröffnet der Bauwirtschaft neue Wege zur Reduktion von Emissionen.