Bei einem neuen Projekt in Baden-Württemberg mit der Universität Tübingen wird der Einsatz von Pflanzenkohle-basierter Düngung und mehrjährigen Blühstreifen den Gemüsebau geprüft. Pflanzenkohle und Blühstreifen in den Betriebsablauf integrieren – wie geht das? Wo liegen Herausforderungen und Chancen?
Der Fokus liegt hierbei auf der Optimierung von Pflanzenkohle basierter Granulat-/Pellet-Düngung und der Optimierung der kulturspezifischen Anwendung und Ausbringungstechnik im landwirtschaftlichen Betrieb. Neben Feldversuchen bei den Landwirten werden ebenso im Gewächshaus weitere Versuche zu Extremwetterereignissen und weiterer Optimierung stattfinden.
Der zweite Part des Projektes untersucht den Bereich Biodiversität in der Landwirtschaft. Hierfür stehen vor allem ein- und mehrjährige Blühstreifen im Fokus, die die Artenvielfalt, z.B. von Nützlingen und Tagfalter steigern und den Schädlingsdruck in Bezug auf die nebenstehenden Kulturen reduzieren könnten.
Als ein neuer experimenteller Ansatz zur Spontanabhagerung wird auch in den Blühstreifen mit Pflanzenkohle gearbeitet. Ziel ist hierbei, die im Ackerrand reichlich verfügbaren Nährstoffe durch die unbeladene Pflanzenkohle spontan zu binden. Dies würde dann mehrjährigen Blühmischungen einen Vorteil beim Auflaufen gegenüber den klassischen Ackerunkräutern liefern.
