Durch ein Update der Clean Energy Regulation – die „National Greenhouse and Energy Reporting (NGER) Measurement Amendment“ – wird nun Klärschlammkohle als Weg zur Emissionsreduktion anerkannt.
Kategorie: News
Peru: Klimaneutralität für Machu Picchu durch Integration von Biochar und Kreislaufwirtschaft
Machu Picchu sollte nicht nur als Beispiel von Overtourism bekannt sein, sondern verdient auch Anerkennung für seine Anstrengungen um Klimaneutralität: durch die partnerschaftliche Kooperation von Green Initiative, AJE Group und Inkaterra wurde bereits das dritte Jahr in Folge die Zertifizierung für CO2-Neutalität erreicht. Die Strategie nutzt Pyrolyse, um organische Abfälle zu Biochar umzuwandeln, wodurch der CO₂-Fußabdruck pro Tourist um 7,26 % reduziert und über 5.000 Tonnen CO2e sequestriert wurden.
Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer koordinierten Anstrengung zwischen der Gemeinde Machu Picchu, Inkaterra, der AJE-Gruppe, SERNANP und weiteren wichtigen Partnern, um die Umweltbelastung einer der meistbesuchten Kulturerbestätten der Welt zu verringern. Die Zertifizierung unterstreicht die fortgesetzten Anstrengungen von Machu Picchu im Bereich Klimaschutz und die erfolgreiche Umsetzung wissenschaftlich fundierter Governance zur Emissions- und Abfallkontrolle.
Foto: commons.wikimedia.org
Förderangebot: grüne Oasen mit Pflanzenkohle als CO2-Senke
Tiny Forests – grüne Oasen mit Pflanzenkohle als CO2-Senke
Wollen Sie durch einen Miniwald in der Stadt einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten? Die MVV Stiftung Zukunft will Ihr Engagement unterstützen.
Bewerben können sich unter info@mvv-stiftung-zukunft.de alle EU-Bürger*innen und gemeinwohlorientierte Körperschaften.
Handbuch zur Entfernung von Biochar-Kohlenstoff – Update 2025
Die Teams der International Biochar Initiative (IBI) und HAMERKOP arbeiten seit der Veröffentlichung der ersten Ausgabe im Jahr 2024 intensiv daran, den Leitfaden mit den neuesten Informationen zum Markt für Kohlenstoffentfernung, Standards und Methoden, etc. zu aktualisieren.
Der digitale Leitfaden bietet einen Fahrplan für Biocharproduzenten, Investoren und Interessengruppen, welche sich in die Zertifizierung zur Kohlenstoffentfernung für Biochar vertiefen möchten. Die Leser erhalten einen klaren Überblick über die verschiedenen Methoden, die von führenden Zertifizierungsstandards festgelegt wurden, mit dem Ziel, praktische Einblicke und Vergleiche zu bieten, um Produzenten und Investoren bei der Auswahl des passendsten Ansatzes für ihre spezifischen Biochar-Projekte zu helfen.
Zu den wichtigsten Aktualisierungen für 2025 gehören:
- Ein neuer und verbesserter Abschnitt, der u.a. MRV (measuring-reporting-verification) und Permanenz abdeckt
- Aktualisierte Preisinformationen für jeden Biochar-Zertifizierungsstandard sowie detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die Ihnen helfen, die richtige Methode für Ihr Projekt zu wählen
- Eine Ergänzung des Biochar-Protokolls vom Isometric
Global Biochar C-Sink Standard v3.2 veröffentlicht
Richtlinien zur Zertifizierung Biochar-basierter Kohlenstoffsenken
Der European Biochar Certificate (EBC) war das erste System, das eine Methode zur Zertifizierung des Kohlenstoffsenkenpotentials von Pflanzenkohle bot. Dies war ein entscheidender Schritt zur nachhaltigen Einrichtung geologischer Kohlenstoffsenken.
Nach einem umfassenden Stakeholder- Review mit allen Beteiligten wurde der Global Biochar C-Sink Standard im Juni 2024 veröffentlicht und steht nun seit November 2025 in der neuesten Version 3.2 zur Verfügung.
Der Biochar-Blueprint: Ein Entwicklerleitfaden zur Skalierung
Dies ist ein Leitfaden für Entwickler, die Investitionen anziehen und ihre Biochar-Kohlenstoffentfernungsanlagen skalieren möchten.
Biochar ist eine der vielversprechendsten Lösungen zur Kohlenstoffentfernung heute. Die Wissenschaft ist solide. Die Technologie ist bewährt. Doch die Skalierung der Branche erfordert mehr als Innovation – sie erfordert groß angelegte Mainstream-Investitionen.
Amerikanische Prüfnorm für Biochar veröffentlicht
USBI und die American Society of Agricultural and Biological Engineers (ASABE) haben ANSI/ASABE/USBI S668, Methoden zur Messung und Prüfung von Biochar, veröffentlicht.
Dies ist ein umfassender neuer Standard, der empfohlene Testmethoden für Biokohlematerialien zusammenfasst und Hinweise zur Anpassung bestehender Testmethoden speziell für Biochar bietet.
Im Standard werden die Analysemethoden für die Charakterisierung von Biochar festgelegt.
Der Standard ist durch Unterstützung von USBI für die nächsten 3 Jahre frei verfügbar:
https://asabe.org/orderstandards
Nota bene:
Der Standard S668 ist für die Zertifizierung von Biochar nach amerikanischen Richtlinien relevant – für das Europäische Biochar Zertifikat (EBC) gelten weiterhin die auf der EBC-Homepage veröffentlichten Analyse-Methoden (https://www.european-biochar.org/de/ct/8-Analysemethoden)
Terra Preta – die Geschichte der Hebung eines Bodenschatzes
Die Entdeckung von Terra Preta im Amazonasgebiet als Initialzündung für die Erforschung und Anwendung von Biochar zählt schon fast zum Allgemeinwissen. Wer aber mehr Details über die Geschichte der Entdeckung von Terra Preta und die weitere Entwicklung zur heutigen Biochar-Technologie wissen will, findet in einem Artikel des Tages-Anzeigers weitere Informationen.
Foto: upload.wikimedia.org
Aus schottischen Christbäumen wird Biochar
Die jährliche Christbaum-Recycling-Aktion in Schottland, eine Zusammenarbeit zwischen Strathcarron Hospice (eine lokale Wohltätigkeitsorganisation) und Sustainable Thinking Scotland CIC (ein Sozialunternehmen), zeigt ein robustes Modell für integrierte Kreislaufwirtschaft. Diese Initiative soll zwei Hauptziele erreichen: die Schaffung wichtiger Mittel für die Hospizpatientenversorgung und die Lenkung saisonaler Biomasseabfälle in Richtung eines hochwertigen, kohlenstoffspeichernden Endprodukts – Biochar. Durch die Integration logistischer Planung der Chrstbaum-Sammlung mit innovativer Biomasseverarbeitung zu Biochar haben die Organisationen ein erfolgreiches, gemeinschaftsorientiertes System für die Nutzung gebrauchter Christbäume nach den Feiertagen im Forth Valley, einer Region in Zentral-Schottland, etabliert.
Foto: pngall.com
Orbital Biocarbon sichert sich Investition für den Ausbau der Klärschlamm-Pyrolyse
Orbital Biocarbon, ein Startup zur Klärschlammverarbeitung, das die Pyrolysetechnologie von PYREG nutzt, hat die Investitionen gesichert, um die Entwicklung von Klärschlammbehandlungsanlagen zu beschleunigen. Diese Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, da die Region mit begrenzten Entsorgungskapazitäten und wachsenden Bedenken hinsichtlich PFAS-Kontamination konfrontiert ist.
Das System von Orbital wandelt getrockneten Klärschlamm in Klärschlammkohle um und zerstört dabei PFAS sowie andere organische Schadstoffe. Die erste Anlage des Unternehmens, die sich derzeit in der Nähe von Pittsburgh befindet, soll jährlich bis zu 14.400 feuchte Tonnen Schlamm verarbeiten und etwa 1.700 Tonnen Biokohle produzieren. Weitere Anlagen könnten um ein Vielfaches vergrößert werden, um der regional wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.
Mehr als die Hälfte des Klärschlamms wird derzeit als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen in den USA verteilt. Der Rest wird laut US-EPA deponiert, verbrannt oder in Kompostierungsprozessen verwendet. In diesem Jahr (2025) haben mindestens ein Dutzend US-Bundesstaaten PFAS-bezogene Beschränkungen zur Klärschlammentsorgung diskutiert. Maine war der erste Bundesstaat, der die landwirtschaftliche Anwendung von Schlamm verbot, doch das Gesetz löste eine Entsorgungskapazitätskrise aus, nachdem der größte Deponiebetreiber des Bundesstaates, Casella Waste Systems, erklärte, er könne das Material nicht annehmen.
Foto: umweltbundesamt.de
