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Biochar goes Comic

Seit ein neuer Comicstrip von A. Jayakumar, C. Wurzer, K. Williamson, R. Ashok und O. Masek herausgekommen ist, finden Biokohle-Interessenten auch in der Welt der Comics aussagekräftige Informationen über das Potential von Pyrolyse-Produkten. Wer die Abenteuer von „Little Charrie“ verfolgt, lernt die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Biokohle kennen. 

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Microsoft unterzeichnet ein Abkommen zum atmosphärischen CO2-Entzug mittels Pflanzenkohle

Im Bestreben, den firmenspezifischen CO2-Fußabdruck zu reduzieren, hat Microsoft mit der Plattform CarbonFuture ein Abkommen getroffen, durch die Pflanzenkohleherstellung aus Abfällen der Forstwirtschaft in Bolivien einen atmosphärischen CO2-Entzug von 32000 t zu schaffen. Die produzierte Pflanzenkohle soll vor Ort zur Verbesserung landwirtschaftlichen Bodens bei indigenen Gemeinden beitragen.

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Bisherige Schätzungen der Halbwertszeit von Biokohle-Kohlenstoff dürften deutlich zu gering ausgefallen sein.

In einer neuen Publikation (Sanei et al., 2024) wurde die Lebensdauer von Biokohle im Boden aus geologischer Sicht und mit geologischen Analyseverfahren untersucht. Durch den Vergleich mit fossilen Kohlen wurde festgestellt, dass die Halbwertszeit der meisten Biokohlen (wenn sie unter Pyrolyse-Bedingungen von über 550 °C hergestellt worden sind) sich nicht im Bereich von Jahrhunderten, sondern von Millionen von Jahren bewegt.

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Regenwürmer mögen (meistens) Pflanzenkohle

Ein Review-Artikel (Cui et al., 2023) untersuchte die gegenseitige Beeinflussung von Pflanzenkohle und Regenwurmaktivität bezüglich der Förderung von Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenertrag. Die Autoren stellten fest, dass niedrige Biokohle-Dosen für Regenwürmer günstig sind, hohe Dosen hingegen bei manchen Biokohlen Regenwürmer schädigen. Unter „hohen Dosen“ wurden Konzentrationen von 5-10 % Biokohle im Boden verstanden, was aber in der üblichen landwirtschaftlichen Praxis kaum jemals angewendet wird. Weiters wurde festgestellt, dass Pflanzenkohle in den hohen Konzentrationen weniger schädlich als Biokohle aus Hühnermist wirkte.

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Graphitelektroden aus Biochar für Li-Ionenbatterien in E-Fahrzeugen

Durch den Einsatz von „Biographit“-Anoden in Lithium-Ionen-Batterien kann die Batterie-Anoden-Abhängigkeit von China reduziert werden. Fossiler Graphit variiert qualitätsmäßig selbst innerhalb einer Lagerstätte stark, und synthetischer Graphit hat eine geringere Kapazität als Biographit. Hergestellt wird Biographit aus Nebenprodukten der Forst- und Holzwirtschaft über den Weg der Pflanzenkohle-Produktion.

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Neues Forschungsprojekt über die Bekämpfung des Eschentriebsterbens mit Biokohle

Das Eschentriebsterben, verursacht durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus, setzt in Europa vielen Eschenbeständen zu und hat auch in Österreich bereits zu großflächigen Verlusten und notwendig gewordenen Rodungen geführt. Bei einer geplanten Studie im UK wird die Bekämpfungs- und Vorbeugungsmöglichkeit mittels Biokohle untersucht. Die in einer unabhängigen Studie bereits einmal nachgewiesenen Reduktion der Infektionsrate beruht auf der Erhöhung der Aktivität günstiger, immunitätserhöhender Mikroorganismen in der Wurzelzone und Verbesserung des Nährstoff- und Wasserangebots für die Bäume. Diese stress-reduzierenden Wirkungen verbessern das Abwehrsytem des Baums, um die Pilzkrankheit zu bekämpfen.

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Biokohle im Betonbau

Die österreichische Forschungsstudie RCC2 (Reduced Carbon Concrete) untersucht das Potenzial innovativer Betonrezepturen zur Dekarbonisierung von Beton. Das breit aufgestellte Konsortium präsentiert Möglichkeiten, wie es gelingen kann, CO2-reduzierten bis hin zu bilanziell klimaneutralem Beton als neuen Stand der Technik zu etablieren. Die Versuchsserien beinhalteten auch Betonrezepturen mit technischem Kohlenstoff (vulgo Biokohle) und fanden ein CO2-Einsparpotential gegenüber dem Referenzbeton von 67 bis 80 %.

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Projekt Pflanzenkohle und Blühflächen im Gemüseanbau

Bei einem neuen Projekt in Baden-Württemberg mit der Universität Tübingen wird der Einsatz von Pflanzenkohle-basierter Düngung und mehrjährigen Blühstreifen den Gemüsebau geprüft. Pflanzenkohle und Blühstreifen in den Betriebsablauf integrieren – wie geht das? Wo liegen Herausforderungen und Chancen?

Der Fokus liegt hierbei auf der Optimierung von Pflanzenkohle basierter Granulat-/Pellet-Düngung und der Optimierung der kulturspezifischen Anwendung und Ausbringungstechnik im landwirtschaftlichen Betrieb. Neben Feldversuchen bei den Landwirten werden ebenso im Gewächshaus weitere Versuche zu Extremwetterereignissen und weiterer Optimierung stattfinden.

Der zweite Part des Projektes untersucht den Bereich Biodiversität in der Landwirtschaft. Hierfür stehen vor allem ein- und mehrjährige Blühstreifen im Fokus, die die Artenvielfalt, z.B. von Nützlingen und Tagfalter steigern und den Schädlingsdruck in Bezug auf die nebenstehenden Kulturen reduzieren könnten.

Als ein neuer experimenteller Ansatz zur Spontanabhagerung wird auch in den Blühstreifen mit Pflanzenkohle gearbeitet. Ziel ist hierbei, die im Ackerrand reichlich verfügbaren Nährstoffe durch die unbeladene Pflanzenkohle spontan zu binden. Dies würde dann mehrjährigen Blühmischungen einen Vorteil beim Auflaufen gegenüber den klassischen Ackerunkräutern liefern.

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Pflanzenkohle im mediterranen Wein- und Obstbau: Projekt „Black to the future“

In einem vom European Institute of Innovation and Technology (EIT) und der EU geförderten Projekt geht es darum, eine optimierte Mischung aus Pflanzenkohle und Kompost namens „CBmix“ zu entwickeln. Damit soll erreicht werden, Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenertrag zu verbessern sowie die Kohlenstoffbindung zu erhöhen.

Dies ist insbesondere für Austrocknungs-gefährdete Regionen des Mittelmeerraums wichtig. In „Farm-Labs“ wird den Landwirtinnen und Landwirten praktisch vorgeführt, wie sie durch Einbeziehung der Kreislaufwirtschaft und stärkerer Betonung der organischen Düngung trockenstress-resiliente Kulturen erhalten können.