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Climeworks engagiert sich in Biochar-Produktion aus Kokosnuss-Reststoffen

Climeworks als einer der Pioniere der DAC-Technologie (direct air capture), diversifiziert sein Portfolio und engagiert sich auch in Pyrolyse-Projekten zur Schaffung von C-Senken.

Climeworks hat eine Partnerschaft mit dem in Ghana ansässigen Biochar-Unternehmen Truecoco geschlossen und eine Abnahmevereinbarung für 90.000 hochwertige Kohlenstoffentfernungszertifikate unterzeichnet, die von Puro.earth zertifiziert werden. Wie in der Ankündigung mitgeteilt, wird die Partnerschaft bis 2032 laufen.

Truecoco befindet sich in der Westregion Ghanas und spezialisiert sich auf ein kontrolliertes Pyrolyseverfahren, das landwirtschaftliche Biomasserückstände in ein Premium-Biocharprodukt umwandelt.

Außer dem Fokus auf Kohlenstoffentfernung hat Truecoco bisher auch weitere Fortschritte für die Region erzielt, indem es über 180 Kleinbauern im Einsatz von Biochar im Boden ausgebildet und 12 Kokosnussgenossenschaften gegründet hat.

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kokosnuss-Coconut.jpg (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license; Robert Wetzlmayr)

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Biochar verbessert Tomatenertrag im Vergleich zu synthetischen Düngern

Biochar, gemischt mit Geflügel-Einstreu als organischen Dünger, verbesserte die Bodengesundheit und verbesserte die Tomatenfruchtleistung im Vergleich zu Biochar, die mit synthetischem Dünger gemischt wurde, wie eine Studie der University of Georgia / USA zeigte.

Die Studie wurde zur Testung der Hypothese durchgeführt, dass Biochar ein universell vorteilhafter Zusatz zur Verbesserung der Bodengesundheit und des Ertrags ist. Die Forscher bemerkten jedoch, dass weniger die Biochar, sondern die Geflügel-Einstreu der Haupttreiber des Ertrags war, während Biochar weitere Vorteile wie Kohlenstoffspeicherung, pH-Stabilität und Erntequalität bot.

In der zweijährigen Studie verwendeten die Forscher fünf Aufwandmengen Biochar (0, 11, 22, 34 und 45 Tonnen/ha) aus Kiefern-Hackschnitzel als einmalige Oberflächenanwendung vor der ersten Tomatenanbausaison im Freiland. Die Ziel-Stickstoffmenge beider Düngemittelquellen betrug 200 kg N/ha. Die volle Geflügel-Einstreumenge wurde vor der Pflanzung gemäß den USDA-Richtlinien zur Lebensmittelsicherheit aufgetragen, während die synthetische N-Düngung in aufgeteilten Tropfbewässerungsgaben erfolgte.

Die Ergebnisse der Studie der University of Georgia waren signifikant, wobei die Biochar-Geflügel-Einstreumischung eine um 34 Prozent höhere Kationenaustauschkapazität und einen Anstieg des aktiven Kohlenstoffs um 5,6 Prozent erzielte. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Kunstdünger-Parzellen eine um 67 Prozent höhere Pflanzensterblichkeit. Über die Bodengesundheit hinaus hatte Biochar einen direkten Einfluss auf die Fruchtqualität und reduzierte physiologische Störungen (Erkrankungen, die das Aussehen der Früchte, nicht aber ihre Essbarkeit beeinträchtigen) um bis zu 47 Prozent. Die Studie fand außerdem eine Zunahme von 144 Prozent bei der gesamten anorganischen Stickstoffretention bei den höchsten Biochar-Anwendungsraten in Kombination mit Geflügel-Einstreu. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass für Landwirte die strategische Verbindung von Biochar mit organischen Abfallströmen einen klaren Weg sowohl zu ökologischer Nachhaltigkeit als auch zu einer verbesserten Resilienz der Pflanzen bietet.

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Innovativer Dünger auf Biochar-Basis mit langsamer Freisetzung von Nährstoffen und Biostimulanzien

Frisch produzierte Biochar ist üblicherweise arm an leicht verfügbaren Nährstoffen und muss erst mit Nährstoffen angereichert werden, um nicht nur Nährstoff-Konkurrenz zu Pflanzenwurzeln zu vermeiden, sondern Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Die in Südost-Asien tätige Firma HUSK VENTURES SL hat einen Dünger auf Basis von Reisspelzen-Biochar entwickelt, der mit pflanzenverfügbaren Nährstoffen (5 % N, 9 % P2O5, 30 % C) angereichert ist und dadurch eine langsam fließende Nährstoffquelle darstellt.

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rice_chaffs.jpg (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported; Green )

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Webinar: Pflanzenkohle in der LW – klimafitte Böden

Termin: Mittwoch, 25.02.2026, 19:00 – 20:45 Uhr

Ort: online via Zoom

Pflanzenkohle wird in der Landwirtschaft vielseitig eingesetzt, um Bodenfruchtbarkeit und Nachhaltigkeit zu steigern. Sie bindet Nährstoffe, reduziert Gerüche und Nährstoffverluste (bis zu 50 % weniger Stickstoffverluste im Kompost). Besonders wirksam ist sie in Kombination mit organischen Düngern wie Mist oder Gülle.

Bei richtiger Anwendung der Pflanzenkohle steigen Humusgehalt und Bodenfruchtbarkeit rasch an. Dies zeigt sich in einer verbesserten Bodenstruktur (der Boden wird lockerer), einem verbesserten Wasseraufnahmevermögen und einem verbesserten Wasserspeicherungsvermögen. Die Pflanzen werden widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Vor allem in Jahren mit ungünstiger Witterung bleiben das Pflanzenwachstum gesund und die Erträge stabil.

Programm:

Pflanzenkohle: Herstellung, Eigenschaften und Nutzen für das Klima – DI Dr. Gerhard Soja, Universität für Bodenkultur, Wien

Einsatz von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft – Tobias Ilg, Biomassehof http://www.biomassehof.at

oder per Telefon: 01/505 18 91 18

Events, News

2. Branchenvernetzungstreffen Biochar in Wien

Termin: 12.3.2026, 13 h (Lastenstraße 19, 1230 Wien)

Veranstalter: IG Holzkraft und ÖBIKA

Die Bedeutung von Pflanzenkohle wächst in Österreich. Mit unserem 1. Branchenvernetzungstreffen haben wir Akteurinnen und Akteure aus Produktion, Anwendung und Forschung zusammengebracht. Ziel war es, sichtbar zu machen, wo wir als Branche stehen, welche Themen uns bewegen und welche Bedürfnisse daraus erkennbar werden. Darauf aufbauend gibt es im März 2026 ein weiteres Treffen, bei dem wir die offenen Themen vertiefen und klären, welche nächsten Schritte für die Branche notwendig sind.

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Black2GoGreen-Tagung 2026: Measuring Urban Resilience – Substrates, Monitoring and Ecosystem Services

25.–26. März 2026 | Hochschule Geisenheim University, Deutschland

Die Black2GoGreen-Tagung geht in ihre abschließende Runde und bündelt die zentralen Ergebnisse eines intensiven Wissenstransfer-Prozesses zu klimaresilienten Stadtbäumen, innovativen Substraten, der datenbasierten Bewertung urbaner Ökosystemleistungen sowie Fragen einer klimaresilienten Pflanzplanung. Im Mittelpunkt stehen 2026 die Fragen, wie Pflanzenkohle-Substrate und strukturstabile Baumgruben zur städtischen Resilienz beitragen – und wie sich diese Wirkungen durch Monitoring, Fernerkundung und moderne Bewertungsverfahren belastbar messen lassen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über neueste Entwicklungen zu Substrattechnologien, Monitoringmethoden und Ökosystemleistungen auszutauschen und gemeinsam Perspektiven für die klimaresiliente Stadt von morgen zu entwickeln.

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Biochar Summit 2026

Termin: 10.-11. Juni 2026

Veranstaltungsort: Stage3, Lilienthalgasse 6, 1030 Wien

Europas führendes Biochar-Event wird im Juni 2026 in Wien stattfinden. Im Programm findet sich der Biochar-Weg von der Innovation zur industriellen Integration.

Für 2026 werden Einreichungen unter zwei Programmrichtungen angenommen: Scientific Abstracts und Industry Talks, mit jeweils separaten Begutachtungsprozessen.

Themen der Sessions:

  • Landwirtschaft
  • Baustoff- und Materialanwendungen
  • Umweltsanierung
  • Marktperspektiven
  • Projektentwicklung, Finanzierung und Skalierung
  • Produktion, Charakterisierung & Technologien
  • Sicherheit, Logistik & Regulierung
  • Stahl- und metallurgische Anwendungen

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Trends in der Biocharforschung (2023–2025)

Zwischen 2023 und 2025 hat sich der Fokus der Biocharforschung von grundlegenden Fragen „Funktioniert es?“ hin zu Fragen verlagert: „Wie breit, zuverlässig und effizient kann es in großem Maßstab eingesetzt werden?“

Der Anstieg der Forschungsergebnisse zwischen 2023 und 2025 spiegelt einen deutlichen Wahrnehmungswandel wider – von Biochar als Nischen-Bodenverbesserer hin zu einer glaubwürdigen, langlebigen und diversifizierten Klimalösung. Die Stärkung der Wissenschaft rund um die C-Permanenz in Biochar, die Erweiterung der Anwendungsbereiche, die Weiterentwicklung von Produktionstechnologien und die Integration rigoroser MRV-Rahmenwerke in Kohlenstoffregister haben Biochar als eine der heute am besten betriebsfähigen langlebigen CDR-Optionen positioniert. Dies spiegelt sich auch in der hohen Ausgabe und Liquidität von Zertifikaten für Biochar Carbon Removal (BCR) wider, wobei Biochar in den letzten Jahren einen bedeutenden Anteil an marktverifizierten dauerhaften Kohlenstoffentfernungen beiträgt.

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Kohlenstoff aus der Methan-Plasmalyse als potentieller Bodenverbesserer

Wenn Wasserstoff aus Methan mittels Plasmalyse hergestellt wird, bleibt fester Kohlenstoff über. Ein Forscherteam der Montanuniversität Leoben machte sich Gedanken über sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten dieses Kohlenstoffs und ließ sich vom Einsatz von Pyrolyse-Biochar als Bodenhilfsstoff inspirieren. Das Team fasst erste Ergebnisse aus einem Feldversuch mit diesem als CMP (carbon from methane plasmalysis) bezeichneten Material wie folgt zusammen:

  • CMP ist hochrein und weist günstige physikochemische Eigenschaften auf.
  • CMP verbesserte das Maiswachstum in sauren Böden, jedoch nicht in alkalischem Boden.

In Gewächshausexperimenten mit drei österreichischen Böden mit kontrastierendem pH verbesserte die CMP-Anwendung (0,1–1 % w/w) die Biomasse, den Chlorophyllgehalt und die Nährstoffaufnahme, insbesondere unter leicht sauren Bedingungen, selbst bei 0,1 %. Bei höheren Raten (1 %) reduzieren sowohl CMP als auch Biochar sowohl die Biomasse als auch die Nährstoffaufnahme im alkalischen Boden leicht, was auf ein vergleichbares pH-abhängiges Verhalten hinweist. Ein 29-monatiger Feldversuch bestätigte die Vorteile von CMP, darunter eine erhöhte pflanzlich verfügbare Phosphormenge (bis zu +60 %) und mikrobielle Aktivität (bis zu +25 %) sowie einen reduzierten gelösten organischen Kohlenstoff (bis zu 49 %) im Vergleich zu Kontrollparzellen ohne CMP. Durch die Einführung von CMP als klimapositive und skalierbare, kohlenstoffbasierte Ergänzung erweitert diese Arbeit das Portfolio nachhaltiger Bodenmanagementstrategien und schafft eine Grundlage für mechanistische Studien zu CMP-Boden-Pflanzen-Interaktionen.

Zitat: Nadine Abu Zahra, Stefan Wagner, Markus Puschenreiter, Donata Bandoniene, Celia Fernández Balado, Rebecca Hood-Nowotny, Robert Obenaus-Emler, Gerhard Soja, Markus Kainz, Thomas Prohaska (2026): The potential of carbon from methane plasmalysis as a soil amendment. Journal of Environmental Management 398, 128388.

https://doi.org/10.1016/j.jenvman.2025.128388

Foto: de.wikipedia.org