Green Carbon Webinar Series (verschiedenste Themen, kostenfrei)
Pflanzenkohle in der Kompostierung und in der regenerativen Landwirtschaft (kostenfrei)
Vorträge des IBI 2023 Annual Symposium (gegen Gebühr)
Green Carbon Webinar Series (verschiedenste Themen, kostenfrei)
Pflanzenkohle in der Kompostierung und in der regenerativen Landwirtschaft (kostenfrei)
Vorträge des IBI 2023 Annual Symposium (gegen Gebühr)
24.-25.1.2024, Bio360Expo in Nantes / F
Im Artikel „Potential for biochar carbon sequestration from crop residues: A global spatially explicit assessment” zeigen Karan et al., wie die globale Verteilung und die Menge von Ernterückständen aussieht, welche zur Pflanzenkohle-Produktion verwendet werden könnte. Die Autoren berechnen, dass unter Berücksichtigung der derzeitigen Nutzung der Ernterückständen in der Tierhaltung (Stroh etc.) und zur Vermeidung von Bodenverschlechterung noch etwa 0,5 Mrd. Tonnen pro Jahr an Kohlenstoff zur Verfügung stehen. Dies sind etwa 21 % des gesamten Potentials an Ernterückständen. Bei Pyrolyse des nachhaltig nutzbaren Anteils der Ernterückstände zu Pflanzenkohle könnten damit jährlich 1.25-2.64 Mrd. Tonnen an CO2-Äquivalenten gebunden werden, was 3-7 % der globalen jährlichen CO2-Emissionen entspricht.
Im Artikel „Biomass residue to carbon dioxide removal: quantifying the global impact of biochar” beziehen Lefebvre et al. nicht nur Ernterückstände, sondern auch Reststoffe aus der Forstwirtschaft, Tierhaltung und Abwasserbehandlung ein. Die Studie berücksichtigt die länderweise unterschiedlichen Verfügbarkeiten von Biomasse sowie die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen, welche auf den Anteil des nach 100 Jahren im Boden noch vorhandenen Kohlenstoffs Einfluss nehmen. Diese 100-jährige Kohlenstoff-Permanenz wird mit mindestens 76 % in tropischen Regionen und bis zu 94 % in hohen Breitengraden angenommen. Unter Einbeziehung der Daten von 155 Ländern kommen die AutorInnen zum Schluss, dass ca. 6 % der globalen Treibhausgas-Emissionen dieser Länder durch Pflanzenkohle wieder aus der Atmosphäre entfernt werden könnten.
Bei einem neuen Projekt in Baden-Württemberg mit der Universität Tübingen wird der Einsatz von Pflanzenkohle-basierter Düngung und mehrjährigen Blühstreifen den Gemüsebau geprüft. Pflanzenkohle und Blühstreifen in den Betriebsablauf integrieren – wie geht das? Wo liegen Herausforderungen und Chancen?
Der Fokus liegt hierbei auf der Optimierung von Pflanzenkohle basierter Granulat-/Pellet-Düngung und der Optimierung der kulturspezifischen Anwendung und Ausbringungstechnik im landwirtschaftlichen Betrieb. Neben Feldversuchen bei den Landwirten werden ebenso im Gewächshaus weitere Versuche zu Extremwetterereignissen und weiterer Optimierung stattfinden.
Der zweite Part des Projektes untersucht den Bereich Biodiversität in der Landwirtschaft. Hierfür stehen vor allem ein- und mehrjährige Blühstreifen im Fokus, die die Artenvielfalt, z.B. von Nützlingen und Tagfalter steigern und den Schädlingsdruck in Bezug auf die nebenstehenden Kulturen reduzieren könnten.
Als ein neuer experimenteller Ansatz zur Spontanabhagerung wird auch in den Blühstreifen mit Pflanzenkohle gearbeitet. Ziel ist hierbei, die im Ackerrand reichlich verfügbaren Nährstoffe durch die unbeladene Pflanzenkohle spontan zu binden. Dies würde dann mehrjährigen Blühmischungen einen Vorteil beim Auflaufen gegenüber den klassischen Ackerunkräutern liefern.
In einem vom European Institute of Innovation and Technology (EIT) und der EU geförderten Projekt geht es darum, eine optimierte Mischung aus Pflanzenkohle und Kompost namens „CBmix“ zu entwickeln. Damit soll erreicht werden, Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenertrag zu verbessern sowie die Kohlenstoffbindung zu erhöhen.
Dies ist insbesondere für Austrocknungs-gefährdete Regionen des Mittelmeerraums wichtig. In „Farm-Labs“ wird den Landwirtinnen und Landwirten praktisch vorgeführt, wie sie durch Einbeziehung der Kreislaufwirtschaft und stärkerer Betonung der organischen Düngung trockenstress-resiliente Kulturen erhalten können.
Die Forstabteilung des US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium (US Forest Service) berichtet über die Vorteile des Einsatzes von Pflanzenkohle in der Forstwirtschaft. Insbesondere die Sanierung von durch Waldbrände geschädigten Böden kann durch Pflanzenkohle erleichtert werden, wenn dazu überschüssige, nicht vermarktungsfähige Rest-Biomassen verwendet werden.
Einschließlich eines Landwirte-Erfahrungsberichts mit der Produktion und dem Einsatz von ko-kompostierter Pflanzenkohle (S. 2-3 des Newsletters)!
Mit zahlreichen Literatur- und Produkthinweisen!
27.11.-1.12.2023, Panama:
„8th International Symposium on Sustainable Biochar, Cement and Concrete Production and Utilization”
Die indische Stahlindustrie plant den Einsatz von Pflanzenkohle als Ersatz von fossiler Kohle, um so ihre CO2-Emissionen zu reduzieren:
Weitere Infos finden Sie:
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