Salmon fish farm with multiple circular net pens and boats in a coastal fjord.
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Biochar aus Aquakultur-Abfall zur CO2-Verringerung

Ein internationales Forschungskonsortium arbeitet an einem Projekt zur Herstellung von Biochar aus Fischerei- und Aquakulturabfall-Biomasse.

Das portugiesisch geführte Wissenschaftlerteam hat sich im AERO2cycle-Projekt zusammengeschlossen und verfolgt das Ziel, ultraleichte und hochporöse Materialien namens Hybrid-Aerogele zu entwickeln, die Biochar aus Nebenprodukten der Fischereiwirtschaft wie Schuppen, Haut und Knochen enthalten.

Um die neuartige Lösung zu schaffen, wird biochar mit (poly-)ionischen Flüssigkeiten als CO2-reaktiven Polymeren kombiniert, wodurch hybride Materialien entstehen, die Kohlendioxid aufnehmen und umwandeln können.

Mit 3D-Drucktechnologie wird das Team diese hybriden Materialien strukturieren, um die Grundlage für die Entwicklung von Reaktoren für verschiedene industrielle Umgebungen zu legen und eine zukünftige Integration in Kohlenstoffabscheidungssysteme zu ermöglichen.

Laut dem Team wird die derzeit entwickelte Technologie mit industriellen Gasbehandlungssystemen kompatibel sein, wo CO2 aus Produktionsemissionen einfangen werden.

Im Rahmen des AERO2cycle-Projekts wird das Team außerdem die Möglichkeit untersuchen, das eingefangene CO2 in industriell nützliche chemische Verbindungen umzuwandeln.

Wenn die Tests erfolgreich sind, könnten die resultierenden chemischen Verbindungen zur Herstellung von Zutaten für kosmetische Formulierungen, nachhaltige polymere Materialien oder Komponenten für Energiespeichertechnologien verwendet werden. Dies wiederum würde bedeuten, dass das Projekt zu neuen Wertschöpfungsketten beiträgt, die auf dem eingefangenen CO2 basieren.