Bodenproben als Berechnungsbasis für CO₂-Zertifikate können fehlerhafte Resultate liefern. Ein Feldtest ergab, dass eine Probenahmemethodik die Menge des hinzugefügten Biochar-Kohlenstoffs um bis zu 6,9 t/ha überschätzte, was die Methode für die quantitative Bestimmung „ungeeignet“ machte.
Biochar mischt sich als Feststoff nicht gleichmäßig mit Boden (einem anderen Feststoff). Eine zu kleine Stichprobe zur Analyse ergibt ein zufälliges Ergebnis, keinen genauen Durchschnitt.
Die methodischen Vorschriften für die Probenahmen sind offenbar nicht zuverlässig: Das EU-REDII-IR, das Bodenproben für Biochar vorschreibt, basiert auf einer wissenschaftlich fehlerhaften Methode, die Unsicherheit und hohe Kosten für Landwirte und Produzenten schafft.
Die Studie empfiehlt daher, die Berechnung von carbon credits durch Biochar nicht auf Bodenbeprobungen zu basieren. Eine genauere Methode würde darin bestehen, (1) Biochar vor der Anwendung genau zu charakterisieren und zu zertifizieren, um den genauen Kohlenstoffgehalt zu kennen, und (2) ein Audit zu nutzen, um zu beweisen, dass die Biochar tatsächlich in den Boden eingebracht worden ist.
Zitat:
Chiaramonti, D., Lotti, G., Tozzi, F., Casini, D., Vaccari, F. P., Sanei, H., Luconi, M., & Buffi, M. (2026). Is soil sampling appropriate for quantitative carbon accounting for biochar? An experimental investigation to assess soil carbon accumulation. Biomass and Bioenergy, 205, 108537.
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