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Die türkische Biochar-Community organisiert sich

Auch in der Türkei hat die Biochar-Community eine Informationsplattform zur Vernetzung aller Biochar-Interessierten gebildet. Auf

https://biocharturkiye.org

finden sich allgemeine Informationen über Biochar-Produktion und -Anwendungen, Hinweise auf Veranstaltungen, neue Forschungsergebnisse und Literaturhinweise – mit Google Translate auch für Nicht-Türkisch-Sprachige kein Problem.

Biochar Türkiye betrachtet es als seine Mission, ein breites Publikum für die nachhaltigen Eigenschaften von Biochar hinsichtlich Kohlenstoffbindung, Bodenverbesserung und Wasserspeicherung zu sensibilisieren; insbesondere Landwirte für die Möglichkeit zu sensibilisieren, durch Biochar-basierte Projekte ein zusätzliches Einkommen zu erzielen; und eine starke Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie zu schlagen.

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Review-Artikel: Verwitterung von Biochar im Boden

Biochar enthält stabilen Kohlenstoff (>90 % des Biochar-C), was die Basis für den Handel mit Zertifikaten für die dauerhafte Kohlenstoff-Speicherung darstellt und die Bodengesundheit positiv beeinflusst. Nach der Einbringung von Biochar in landwirtschaftliche Böden wird jedoch eine Vielzahl von physikalischen, chemischen und biologischen Verwitterungsprozessen wirksam, was zu physikalischer Fragmentierung und chemischer Umwandlung führt. Zu diesem Thema der Langzeit-Stabilität von Biochar im Boden gibt es eine große Anzahl von Fachartikeln und Reviews, welche der vorliegende Übersichtsartikel zusammenzufassen versucht und verschiedene Perspektiven berücksichtigt. Die Alterung der Biochar ist als Funktion des Biochar-Typs, der Bodeneigenschaften, Klimabedingungen, Einarbeitungstiefe und der Zeit zu verstehen.

  • Physikalische Verwitterung führt zur Bildung von Mikro- und Nano-Biochar-Fragmenten, was Auswirkungen auf die vertikale und laterale Verlagerung hat. 
  • Chemische/biologische Verwitterung führt zu Veränderungen der aromatischen Struktur und Oberflächeneigenschaften von Biochar und damit zu Veränderungen der Sorptionseigenschaften für Schadstoffe und Nährstoffe.
  • Die Verwitterung von Biochar kann insbesondere in sandigen Böden zu einer Verringerung der Kohlenstoffbindung im Boden führen.
  • Verwitterung beeinflusst vor allem die wirtschaftliche Rentabilität, indem sie die Langlebigkeit und Wirksamkeit der Vorteile von Biochar beeinflusst, was darüber entscheidet, ob ihre Anwendung für Landwirte profitabel ist. Eine LCA (Lebenszyklus-Analyse) sollte die dynamischen Veränderungen während der Biochar-Verwitterung berücksichtigen, um eine genaue Umweltverträglichkeitsprüfung zu gewährleisten. 
  • Je nach Art des Einflusses und der Wechselwirkungen zwischen den Einflussfaktoren kann die Verwitterung der Biochar im Boden verlangsamt oder beschleunigt werden.

Zitat:

Bolan, N. et al.: Weathering of biochar: implications to soil health, carbon sequestration and soil remediation

Biochar 8, 102 (2026)

https://doi.org/10.1007/s42773-026-00615-x

Rows of olive trees planted in neat patterns on rolling hills with mountains in the distance.
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Langzeit-Feldversuch mit Biochar in einer Olivenplantage

Während einer 10-jährigen Untersuchungsperioden zeigten Olivenbäume bei verschiedenen Arten organischer Düngung eine gleichmäßig stabile Ertragsbildung. In diesem Jahrzehnt wurden alle 2 Jahre folgende Düngungsarten appliziert: (i) Kontrolle, (ii) Kompost, (iii) Kompost-Biokohle-Gemisch (90:10 bezogen auf Trockenmasse) und (iv) Biochar.  Durch die Überwachung der Oberbodeneigenschaften, der mikrobieller Konsortien-Zusammensetzungen und der Inhaltsstoffzusammensetzung in Blättern und Früchten versuchten die Autoren zu verstehen, wie anhaltende Nährstoffverschiebungen die komplexen Beziehungen zwischen mediterranen Böden und langlebigen Olivenkulturen beeinflussen. 

Die wiederholten Anwendungen von Kompost und Biochar verursachten keine dauerhaften Veränderungen im natürlichen Bodenmikrobiom, was die Widerstandsfähigkeit dieser unterirdischen Lebensgemeinschaften bewies. Die Qualität der Früchte war empfindlicher gegenüber dem Bodenmanagement als die Blätter, wobei Kompost und Biochar-Mischungen den nützlichen Lipid- und Fettsäurewert der Oliven deutlich erhöhten. Die Konzentration einer wichtigen bitteren und gesundheitsfördernden Verbindung in den Früchten (Oleuropein) nahm ab (um bis zu 24 %), wenn der umliegende Boden reich an organischen Nährstoffen war. Multivariate statistische Korrelationen bestätigten, dass ein hoher Anteil von wasserlöslichem organischem Kohlenstoff und wasserlöslichem Stickstoff im Boden die Oleuropein-Bildung unterdrückten. Dieses Phänomen entspricht etablierten ökologischen Theorien, die darauf hindeuten, dass eine hohe Nährstoffverfügbarkeit den Pflanzenstress reduziert und somit die Notwendigkeit verringert, defensive sekundäre Metaboliten zu synthetisieren.

Zitat:

Sánchez-García, M., Sánchez-Monedero, M. Á., Moreno, D. A., Bustamante, D. E., Calderon, M. S., & Cayuela, M. L. (2026). Soil microbiome and phytochemical responses to a decade of compost and biochar amendments in an olive orchard. European Journal of Agronomy, 179, 128175. 

https://doi.org/10.1016/j.eja.2026.128175

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CO₂-Entnahmen in Deutschland: Potenziale und Perspektiven

Das “Carbon Removal Readiness Assessment (CRRA) Projekt” hat zum Ziel, nationale Entscheidungsträger dabei zu unterstützen, ihre Klimastrategien mit ehrgeizigen, aber realistischen Zielen zur CO2-Entfernung aus der Atmosphäre (CDR) zu ergänzen. In diesem Bericht wird am Beispiel Deutschland geschätzt, in welchem Ausmaß CDR realistisch eingesetzt werden kann. In Absprache mit lokalen Akteuren wurde eine Roadmap entwickelt, um Entscheidungsträgern beim Verständnis der Chancen und der notwendigen Maßnahmen zu deren Verwirklichung zu helfen. Trotz verschiedener Unterschiede in den nationalen Rahmenbedingungen zwischen Deutschland und Österreich sind Technologien wie BECCS, DACCS und Biochar sowie land-/forstwirtschaftliche Maßnahmen in beiden Ländern forschungsmäßig gut etabliert und haben auch zu ersten praxisnahen Umsetzungen geführt. Die Schlussfolgerungen, dass ein Methodenmix sinnvoll zur Risikostreuung wäre und eine effiziente Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft erfordert, treffen mit Sicherheit auch auf Österreich zu. Biomassebasierte CDR-Methoden, wie Biochar Carbon Removal (BCR), sind sowohl für Deutschland als auch Österreich besonders relevant, da signifikante Mengen Restbiomasse verfügbar sind.

Construction site with pile of concrete debris, excavator, cranes, and workers in safety vests
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CDR-Technologien für Abwasser, Betonrecycling und Bergbauabfall

Dieser von Carbon Gap in Zusammenarbeit mit Deloitte North and South Europe erstellte Bericht identifiziert eine weitgehend übersehene Chance, CDR (Carbon Dioxide Removal) in drei bestehende Industriesektoren zu integrieren: Abwassermanagement, Betonrecycling und Bergbauabfall-Management.

Regierungen können sich beim Anstreben von Klimazielen nicht ausschließlich auf Maßnahmen zur Emissionsminderung verlassen. Eine der Reaktionen darauf ist die aufkommende Rolle der Kohlendioxidentfernung (CDR) zur Erreichung globaler Dekarbonisierungsziele und zur Begrenzung des Anstiegs von Treibhausgasen (THG) in der Atmosphäre. Schwer zu reduzierende Emissionen aus Landwirtschaft, Luftfahrt, Schifffahrt und industriellen Prozessen werden wohl oder übel bestehen bleiben und erfordern ergänzende Strategien. Während Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) sowie zur Kohlenstoffabscheidung und -nutzung (CCU) verhindern, dass neue CO₂-Emissionen in die Atmosphäre gelangen, senken Kohlendioxidentfernungstechnologien (CDR) aktiv die bestehenden atmosphärischen CO₂-Werte. Technologien zur Entfernung von Kohlendioxid (CDR) beziehen sich auf Aktivitäten, die CO2 aus der Atmosphäre herausholen und dauerhaft in geologischen, terrestrischen oder ozeanischen Reservoirs sowie in Produkten speichern. Dieser Prozess umfasst die gezielte Verbesserung biologischer oder geochemischer Senken sowie Technologien wie direkter Luftabscheidung (DAC), BECCS und Biochar. In der EU gibt es aber noch keine kohärente Governance-Struktur für CDR. Der derzeitige gesetzliche Rahmen ist fragmentiert und behandelt CDR in mehreren Gesetzgebungen. Wenn diese politischen Lücken ungenutzt bleiben, besteht das Risiko, dass CDR nicht die erforderlichen CO2-Mengen bis 2040, 2050 und darüber hinaus liefert und damit die EU-weiten, rechtsverbindlichen Klimaziele gefährdet. Dieser Bericht soll als Inspiration bei der Entwicklung einer umfassenden CDR-Politikstrategie dienen, indem er den Status der CDR in drei verschiedenen Branchen veranschaulicht: Abwasserbehandlung, Betonrecycling und Bergbauabfallmanagement. Ihr Potenzial zur Integration lange haltbarer CDR-Technologien wird untersucht, ebenso wie politische Empfehlungen zur Bewältigung bestehender Einschränkungen.

Metal fire pit burning wood in a forest clearing with firewood stack and gardening gloves nearby
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Bewertung der Treibhausgas-Emissionen von KonTiki-Biochar-Öfen

Schon bevor es globale Kohlenstoffmärkte gab, wandelten Produzenten im Globalen Süden Ernterückstände mithilfe von offenen Öfen, Flammenvorhanggruben und einfachen Pyrolysebehältern in Biochar um. Der Kon-Tiki-Ofen, der auf Flammenvorhang-Pyrolyse basiert, formalisierte und verfeinerte diese Tradition – und der Global Artisan C-Sink Standard machte daraus einen Weg zur Beteiligung am CO₂-Markt für einige der weltweit kleinsten Produzenten. Das KonTiki-Verfahren ermöglichte eine dezentrale Biocharproduktion, aber der Nettoklimavorteil hängt stark vom Ausmaß der während der Produktion verursachten Methanemissionen ab. Die Studie von Lotz et al. verglich Emissionen der Flammenvorhang-Pyrolyse mit dem offenen Verbrennen von Ernterückständen. Fünf Rohstoffe wurden über verschiedene Feuchtigkeitsgehalte hinweg getestet und Temperatur und Konzentrationen von CO2, CO, CH4 (Methan) und C3H8 (Propan) im Rauchgas kontinuierlich gemessen. KonTiki-Pyrolyse führte zu geringeren CO- und CH4-Emissionen als das offene Verbrennen, insbesondere bei Weizenstroh. Trockene Rohstoffe (≤ 15 % Feuchtigkeit) lieferten geringe Methanemissionen (< 5 g kg−1 Biochar), während feuchte Rohstoffe (≥ 25 % Feuchtigkeit) bis zu zehnfach höhere Emissionen erzeugten. KonTiki-Methanemissionen ließen sich am besten durch die Rauchgastemperaturen erklären, die einen exponentiellen Rückgang der Methanemissionen bei steigenden Temperaturen zeigen. Die Kontrolle der Feuchtigkeit der Rohstoffe und die Aufrechterhaltung hoher Temperaturen werden als entscheidend angesehen, um Methanemissionen zu minimieren und KonTiki-Öfen als effektive Übergangstechnologie für dezentrale Biochar-Produktion und CO2-Entfernung zu ermöglichen.

Im Vergleich zur offenen Verbrennung reduzierte die KonTiki-Pyrolyse die CO-Emissionen um etwa 35 % und Methan im Durchschnitt um 36 %. Für Weizenstroh – einer der weltweit am häufigsten verbrannten Ernterückstände – war die Reduktion statistisch signifikant und groß. Entscheidend ist, dass jede Tonne pyrolysiertes Stroh etwa 200 kg Biochar erzeugte, was bei der Anwendung auf den Boden eine Kohlenstoffsenke von mehr als 500 kg CO₂-Äquivalent darstellt.

Zitat:

Lotz, S., Hagemann, N., Hölscher, D. und Schmidt, H.-P.: Methane Emissions From Flame Curtain Pyrolysis (Kon- Tiki). GCB Bioenergy, 2026; 18:e70108  https://doi.org/10.1111/gcbb.70108

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Kombination von Elektrochemie und Biochar-Anwendung in der Bodensanierung

Diese Studie untersuchte die Effizienz einer kombinierten Anwendung von elektrokinetischer (EK) Bodensanierung mit Biochar bei drei verschieden, schwermetall-belasteten Bodentypen.

Die Anwendung von Elektrizität (30 V, 12 h und 0.01 M Zitronensäure) in Kombination mit Reisschalen-Biochar (0, 15, 25, 35 t/ha) bot eine wirkungsvolle Methode zur Immobilisierung giftiger Metalle in landwirtschaftlichen Böden. Diese hybride Behandlung immobilisierte den Großteil der gefährlichen Schadstoffe und machte sie für Pflanzen unschädlich. Die Zugabe der Biochar senkte die Bodentoxizität erheblich, sodass die Pflanzen sicher keimen und gedeihen konnten. Hochfruchtbare schwarze Böden (z.B. Tschernosem) zeigten die stärkste natürliche Immobilisierungsfähigkeit, während sandige Böden höhere Kohlenstoffmengen für eine vollständige Wiederherstellung benötigten. Die Kombination aus EK + Biochar senkte den Anteil der mobilen Fraktionen der Schwermetalle im Boden um 60–95 %.

Zitat:

Kazez, A., Toktar, M., Bexeitova, K., Zhantikeyev, U., Lee, J., & Azat, S. (2026). Synergistic Electrokinetic Biochar Remediation for Heavy Metal Immobilization and Agroecological Treatment of Contaminated Soils. Carbon Trends, 100659.

https://doi.org/10.1016/j.cartre.2026.100659

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UK: „Department for Energy Security and Net Zero” fördert 15 neue Großprojekte zur Treibhausgas-Entfernung

Die britische Regierung hat Mittel für 15 Projekte zur Kohlenstoffentfernung bereitgestellt. Die Größe der einzelnen Projekte bewegt sich im Rahmen von jeweils 2,8 bis 5 Mio. Brit. Pfund. Die meisten Projekte haben die Weiterentwicklung von DAC (Direct Air Capture) zum Inhalt, 5 Projekte beschäftigen sich jedoch mit Biochar. Diese Investition zielt darauf ab, innovative Technologien von der Forschung in den Industriemaßstab zu überführen und die nationalen Netto-Null-Ziele durch validierte, langfristige CO2-Speicherung zu unterstützen.

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Deutschland: Biochar-Produktion für die Fernwärme von Dessau

In Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) entsteht ein Biochar-Produktionsstandort, der biogene Reststoffe durch Pyrolyse in Pflanzenkohle und erneuerbare Fernwärme umwandelt. Stadtwerke Dessau und Novocarbo haben dafür einen 15-jährigen Liefervertrag geschlossen.

Holzhackschnitzel und andere biogene Reststoffe der Land- und Forstwirtschaft, die sonst meist in Verbrennungsanlagen enden, sollen in Dessau-Roßlau künftig Wohnungen heizen und gleichzeitig Kohlenstoff dauerhaft binden. Die Stadtwerke Dessau und das Hamburger Unternehmen Novocarbo haben einen langfristigen Wärmeliefervertrag unterzeichnet, der den Bau und Betrieb des sogenannten Carbon Removal Park Dessau vorbereitet. Der Vertrag sieht eine jährliche Liefermenge von bis zu 13,5 Gigawattstunden (GWh) erneuerbarer Wärme vor und läuft 15 Jahre ab Inbetriebnahme. Die Inbetriebnahme ist spätestens für den 1. Januar 2028 geplant.

Das technische Herzstück der Anlage ist das Biochar Carbon Removal-Verfahren (BCR) mittels Pyrolyse von biogenen Reststoffe bei Temperaturen zwischen 600 und 700 °C unter weitgehendem Luftabschluss. Dabei entsteht Pflanzenkohle (Biochar), in der der pflanzliche Kohlenstoff dauerhaft gebunden bleibt, sowie nutzbare Prozesswärme, die in das Fernwärmenetz eingespeist wird. Der Pyrolyseprozess ist autotherm, das heißt, er hält sich nach dem Anfahren mit der Energie der eingebrachten Biomasse selbst aufrecht. Novocarbo bezeichnet die erzeugte Wärme deshalb als klimaneutral. Die Pflanzenkohle, die als Nebenprodukt entsteht, lässt sich vielseitig verwenden, etwa als Bodenverbesserer in der Landwirtschaft, als Zusatzstoff in Asphalt oder als Rohstoff in der Bauwirtschaft. Für Novocarbo bedeutet der Abschluss in Dessau einen weiteren Schritt beim Aufbau seines europäischen Netzwerks von Carbon Removal Parks. Bis 2033 plant das 2017 gegründete Hamburger Unternehmen den Bau von 200 solcher Parks in Europa.

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Der Takavator: eine neue mobile Pyrolyse-Einheit

Takachar, ein indisches Unternehmen, hat eine mobile Pyrolyse-Anlage entwickelt, um land-/forstwirtschaftliche Reststoffe dort zu verarbeiten, wo sie direkt anfallen. Dieser Ansatz ist besonders für viele Länder Südasiens wichtig, wo Rest-Biomasse nur zu oft am Feld offen verbrannt wird oder verrottet. 

Wenn lose oder sperrige land- oder forstwirtschaftliche Rückstände erst zu einer zentralen Verarbeitungsanlage transportiert werden müssen, stellt der dafür notwendige logistische Aufwand oft eine ernsthafte Belastung für das geplante Geschäftsmodell dar. Durch die Verarbeitung von Biomasse-Rohstoffen vor Ort – direkt am Feldrand oder auf einer Waldlichtung – können Betreiber die Logistikkosten um bis zu 75 % senken.

Der Takavator, eine transportable Einheit, die mit einem Pickup oder Traktor gezogen werden kann, kommt zur Biomasse, anstatt dass die Biomasse zu stationären Anlagen gebracht werden muss.