EU flag isolated, transparent background
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Veröffentlichung des „Delegated Act“ über dauerhafte Kohlendioxidentfernung

Am 17. April 2026 veröffentlichte die EU-Kommission in ihrem Amtsblatt die kürzlich verabschiedete Delegierten-Verordnung, die Methoden zur Zertifizierung von drei Technologien festlegt, die CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen: Direkte Luftabscheidung mit CO2-Speicherung (DACCS); Biogene Emissionserfassung mit Kohlenstoffspeicherung (BioCCS) und Kohlenstoffentfernung mittel Biochar (BCR).

Diese Technologien wurden aufgrund ihrer technologischen Reife und ihres Potenzials ausgewählt, um dabei zu helfen, Europas Wirtschaft und Gesellschaft bis 2050 klimaneutral zu machen. Zukünftig werden europäische Kohlenstoffentfernungsaktivitäten, die diese Technologien nutzen, gemäß der CRCF-Verordnung zertifiziert werden. 

Dies bedeutet, dass die verschiedenen derzeit aktiven Handelsplattformen für den freiwilligen Kohlenstoff-Markt, welche sich noch geringfügig in ihren Zertifizierungsregeln unterscheiden, zu mittelfristig harmonisierten Rahmenbedingungen für den Zertifikatehandel gelangen werden, sofern sie sich unter CRCF lizenzieren lassen.

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EU und Irland stellen 10 Millionen Euro für regionale Biochar- und Bioökonomieinitiativen bereit

Die irische Regierung und die Europäische Union haben ein Finanzierungspaket von 10 Millionen Euro im Rahmen des „Just Transition Fund“ der EU angekündigt, um zwei große Bioökonomie-Demonstrationsprojekte zu unterstützen. Speziell auf die irische Midlands-Region angepasst, wird die Investition gleichmäßig zwischen dem BIOCHAR-Projekt unter der Leitung der Universität Limerick und dem TRANSFORM-Projekt des University College Dublin aufgeteilt. Die BIOCHAR-Initiative konzentriert sich auf die Entwicklung mittelgroßer Produktionsanlagen und die Anwendung von Biochar in der Landwirtschaft, Wasseraufbereitung und Verkehrsinfrastruktur. Die Initiative konzentriert sich darauf, lokale Lieferketten und nachhaltige landwirtschaftliche Anwendungen zu schaffen, um torfbasierte Industrien zu ersetzen. Gemeinsam sollen die Initiativen die Skalierung des Bioökonomiesektors Irlands beschleunigen und gleichzeitig langfristige Umweltvorteile und neue wirtschaftliche Chancen für ländliche Gemeinden bieten.

Das BIOCHAR-Projekt verfolgt einen multisektoralen Ansatz, indem es den Nutzen von Biochar in verschiedenen Bereichen wie Infrastruktur und Wasseraufbereitung demonstriert. Nährstoffbindung und Emissionsreduktionen werden in einem landwirtschaftlichen Umfeld bewertet. Mit diesem Ansatz soll lokal gewonnene Biomasse in der Region in hochwertige Produkte umgewandelt werden.

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Biochar als Lösung zur Kohlendioxidentfernung: Statusbericht und aktueller Stand

Biochar hat sich als vielversprechende Lösung zur Kohlendioxidentfernung (CDR) etabliert, die langfristige Kohlenstoffspeicherung mit Vorteilen für Bodengesundheit, Abfallmanagement und industrielle Anwendungen kombiniert. Dieser Bericht bietet eine umfassende Einschätzung des aktuellen Biochar-Status bezüglich Ausgangsstoffen, Produktionstechnologien, Materialeigenschaften und Endnutzungswege, mit besonderem Fokus auf die Rolle bei der Klimawandelminderung. Basierend auf wissenschaftlicher Literatur und internationalen Fallstudien bewertet der Bericht das Potenzial zur Kohlenstoffspeicherung, die Umweltleistung und die technologische Reife von Biochar-Systemen. Unterschieden wird zwischen Anwendungen, die eine dauerhafte Kohlenstoffentfernung ermöglichen, und solchen, die hauptsächlich zur Emissionsreduktion beitragen. Der Bericht untersucht zudem Einsatzbarrieren, darunter die Verfügbarkeit von Ausgangsstoffen, regulatorische Rahmenbedingungen, Marktentwicklung und Sicherheitsaspekte, und überprüft den Stand der Biochar-Implementierung in den Ländern der Mission Innovation. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden Chancen und Empfehlungen skizziert, um die verantwortungsvolle Skalierung von Biochar als Klimalösung zu unterstützen.

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Verbesserter Asphalt mit CO2-Speicherung durch Biochar-Einbau: Beispiel USA

Verde Resources und Oregon Biochar Solutions haben in den USA eine mit Biochar verbesserte, kalt recycelte Asphaltmischung entwickelt, welche die Haltbarkeit des Belags verbessert und gleichzeitig Kohlenstoff für 200 Jahre bindet. Das Projekt hat erfolgreich Kohlenstoffentfernungs-Zertifikate monetarisiert und die ganzjährige Baufähigkeit ohne hohe Wärmeentwicklung demonstriert.

Verde Resources, ein ehemaliges Bergbauunternehmen, das auf nachhaltige Materialien umgestiegen ist, hat mit Oregon Biochar Solutions zusammengearbeitet, um Biochar in die Asphaltproduktion zu integrieren. Diese Initiative konzentriert sich auf eine kalt-recycelte Bio-Asphalt-Oberflächenmischung, die aus recyceltem Asphaltbelag (RAP), Biochar aus Holzabfällen und einem eigens entwickelten Emulgator besteht. Das Projekt zielt darauf ab, über die traditionelle Kohlenstoffeinarbeitung in der Unterschicht hinauszugehen, indem Biochar in oberflächennahen Asphaltanwendungen eingesetzt wird. Die Validierung der Dauerhaftigkeit des gespeicherten Kohlenstoffs unterstützt die Monetarisierung der Kohlenstoffentfernungs-Zertifikate bei gleichzeitiger Verbesserung der technischen Eigenschaften von Straßenoberflächen.

Die Anwendung dieser Biochar-Asphalt-Mischung hat sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile gebracht. In einer Proof-of-Concept-Einführung erzeugten fünf Tonnen Biokohle acht Tonnen verifizierter Kohlenstoffentfernungszertifikate, die anschließend auf dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt verkauft wurden. Operativ zeigte die Mischung eine hohe Haltbarkeit und verlängertes Verarbeitungsfenster, was den Herstellern größere Flexibilität bot. Verde Resources entwickelt derzeit seine Environmental Product Declarations (EPDs) für das gesamte Mixdesign, um diese Ergebnisse weiter zu standardisieren. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Biokohle erfolgreich von landwirtschaftlichen Anwendungen in den Bausektor als funktionale, kohlenstoffnegative Komponente moderner Infrastruktur übergehen kann.

Construction workers repaving asphalt road on a city street near La Sagrada Familia
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Verbesserter Asphalt mit CO2-Speicherung durch Biochar-Einbau: Beispiel Spanien

Die Stadt Barcelona hat in Zusammenarbeit mit der Baugruppe Sorigué ein Pilotprojekt gestartet, um einen nachhaltigen Asphalt-Belag zu testen, der mit Biochar aus Olivenkernen angereichert ist. Diese Initiative beinhaltet die Anwendung einer spezialisierten Asphaltmischung auf einer 2000 Quadratmeter großen Fläche und reduziert den CO₂-Fußabdruck des Belags um bis zu 76 % im Vergleich zu herkömmlichen Mischungen. Durch den Ersatz traditioneller Mineralfüllstoffe durch Biochar zielt das Projekt darauf ab, die Kohlenstoffbindung direkt in die städtische Infrastruktur zu integrieren. Über die unmittelbaren Emissionsreduktionen hinaus bietet das Projekt ein praxisnahes Testgelände, um die Widerstandsfähigkeit des Belags gegen Verschleiß, Wetter und starken Verkehr zu überwachen. Dieser Versuch stellt einen bedeutenden Schritt in Spaniens Bemühungen dar, kommunale Bauprojekte zu dekarbonisieren und die langfristige Haltbarkeit kohlenstoffnegativer Materialien in stark frequentierten städtischen Umgebungen zu bewerten.

Wood waste recycling facility with machinery processing large piles of wood debris and pallets
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Netto-Null-Beton durch Einbau von Biochar

Holcim UK (eine internationale Baufirma) und die Canary Wharf Group (CWG; ein britisches Immobilienunternehmen) haben erfolgreich einen Netto-Null-Beton entwickelt, indem Biochar aus Holz- und Kaffeeabfällen genutzt wird. Dieser Durchbruch im Vereinigten Königreich zeigt einen praktikablen Weg für dauerhafte Kohlenstoffspeicherung innerhalb der strukturellen städtischen Infrastruktur.

In Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros haben Holcim UK und CWG mittels intensiver Forschungs- und Entwicklungsversuche einen Netto-Null-Beton entwickelt und die kommerzielle und strukturelle Tragfähigkeit des Einsatzes von CO2-bindenden Zusatzstoffen in der Stadtentwicklung demonstriert.

Die von Holcim UK und CWG umgesetzte Lösung umfasst eine spezialisierte Betonmischung, die Biochar aus zwei unterschiedlichen Abfallströmen verwendet: Restholz und verbrauchter Kaffeesatz. Diese Biochar wirkt als permanente Kohlenstoffsenke innerhalb der Betonmatrix und bindet CO2 ein, das zuvor von Pflanzen während ihres Wachstums aufgenommen wurde. Durch die Optimierung des Verhältnisses dieser Biochar-Mischung entwickelte das Team ein Produkt, das die erforderliche Festigkeit und Haltbarkeit im Gesamtprodukt erhält und gleichzeitig das globale Erwärmungspotenzial (GWP) deutlich senkt. Die Einbeziehung von Graphen in sekundären Versuchen verbesserte die Haltbarkeit weiter und verringerte möglicherweise das Gesamtvolumen des für die Bewehrung benötigten Betonvolumens.

Erste Tests mit der Biochar-Mischung führten zu einer Reduktion des Netto-GWP um 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichem Beton. Nachfolgende Optimierungen führten zu einem prognostizierten Netto-GWP von -14 kg CO2e/m³ unter Berücksichtigung biogener Kohlenstoffspeicherung. Diese Materialien werden nun einer zweijährigen Überwachungsphase durch Experten der Queen’s University Belfast und der University of Cambridge unterzogen, um die langfristige Leistung zu überprüfen.

Cement plant with silos and multiple cement mixer trucks preparing to load
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Biochar, Nanomaterialien und recycelte Zuschlagstoffe zur Beton-Verbesserung

Die Zeitschrift Infrastructures veröffentlichte kürzlich einen Review-Artikel, der die neuesten Fortschritte im Bereich nachhaltiger Baumaterialien untersuchte.

Im Jahr 2026 konzentriert sich die Forschung nachhaltiger Baumaterialien auf die Optimierung der Kreislaufführung von Ressourcen, CO2-Reduzierung und Leistungsverbesserungen durch fortschrittliche Materialien. Biochar, Nanomaterialien und recycelte Zuschlagstoffe (RA) verbessern Beton, indem sie Festigkeit, Haltbarkeit und CO₂-Abscheidung verbessern und gleichzeitig kohlenstoffarme, zirkuläre Praktiken unterstützen. Bei Verwendung in kohlenstoffarmen alkaliaktiven Materialien (AAMs) reduzieren diese Materialien die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Portlandzement (PC) um etwa 30–60 %. Trotz Herausforderungen bei Kosten, Standardisierung und Großproduktion fördern diese Innovationen die Bauindustrie hin zu nachhaltigen, klimaneutralen Lösungen. RA hilft, Deponieabfälle zu reduzieren und Ressourcen umzutauschen, wobei jedoch Probleme wie Qualitätsvariabilität und potenzielle Schadstoffe angegangen werden müssen. Biochar (0,5–2 Gew. % des Bindemittels) erlaubt dauerhafte Kohlenstoffspeicherung in Gebäuden und Infrastruktur, hat aber nicht in jedem Fall die optimalen Eigenschaften als Betonzuschlagsstoff. Nanomaterialien (0,01 bis 3 Gew. % des Bindemittels) können verbesserte mechanische Eigenschaften (um 5–20%) bieten, haben aber hohe Produktionskosten und unsichere Langzeitwirkung. In den kommenden Jahren werden sich die Bemühungen auf die Standardisierung der Produktion der Zuschlagsstoffe, die Verbesserung der Nanopartikelverteilung und die Verfeinerung der RA-Verarbeitung konzentrieren. Die Integration von KI und maschinellem Lernen könnte das Materialdesign weiter optimieren und zu umweltfreundlicheren, kohlenstoffspeichernden Materialien für großflächige, nachhaltige Infrastrukturen bis 2036 führen.

Zitat:

Kara De Maeijer, P., Ramagiri, K. K., & Stochino, F. (2026). Biochar, nanomaterials and recycled aggregates – Towards future sustainable concrete and alkali-activated materials. Infrastructures, 11(4), 138.

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Klimafreundlicher CO2-Speicher: Stuttgart entwickelt eigenen Pflanzenkohle-Beton

In Stuttgart soll Pflanzenkohle verstärkt zum Einsatz kommen. Derzeit wird der Grünschnitt kompostiert, teilweise energetisch genutzt oder auch exportiert, teilt die Stadt mit. Diese Verfahren verursachten Treibhausgasemissionen. „Um das Klimaziel der Stadt zu erreichen, brauchen wir aber Negativemissionen,“ sagt der Koordinator der städtischen Bioökonomiestrategie.

Hier kommt die Pyrolyse als Möglichkeit ins Spiel: Der Kohlenstoff der Biomasse wird in Pflanzenkohle (Biochar) umgewandelt, die das CO2 mehrere Jahrhunderte lang speichert. Wird die Kohle wiederum als Baumsubstrat verwendet, kommen weitere positive Aspekte zum Tragen: sie lockert die Erde auf, speichert Wasser und Nährstoffe für Bäume. In Stuttgart ist die Pflanzenkohle bereits in der Seyfferstraße im Einsatz, in den nächsten Monaten soll sie auch unter neue Stadtbäume gepflanzt werden.

Zusätzlich hat die Stadt eine Arbeitsgruppe gegründet, die eine Beton-Rezeptur mit Pflanzenkohle als Zutat entwickeln soll. So könnte sie als Kohlenstoffsenke im Bau zu Negativemissionen beitragen – und damit zum Ziel der Stadt, bis 2035 klimaneutral zu sein. „Beim Beton gibt es noch technische Herausforderungen, die Potenziale in der Anwendung sind jedoch enorm, da der Bausektor einen sehr großen Teil der globalen Treibhausgas-Emissionen ausmacht“, teilt die Stadt mit.

Salmon fish farm with multiple circular net pens and boats in a coastal fjord.
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Biochar aus Aquakultur-Abfall zur CO2-Verringerung

Ein internationales Forschungskonsortium arbeitet an einem Projekt zur Herstellung von Biochar aus Fischerei- und Aquakulturabfall-Biomasse.

Das portugiesisch geführte Wissenschaftlerteam hat sich im AERO2cycle-Projekt zusammengeschlossen und verfolgt das Ziel, ultraleichte und hochporöse Materialien namens Hybrid-Aerogele zu entwickeln, die Biochar aus Nebenprodukten der Fischereiwirtschaft wie Schuppen, Haut und Knochen enthalten.

Um die neuartige Lösung zu schaffen, wird biochar mit (poly-)ionischen Flüssigkeiten als CO2-reaktiven Polymeren kombiniert, wodurch hybride Materialien entstehen, die Kohlendioxid aufnehmen und umwandeln können.

Mit 3D-Drucktechnologie wird das Team diese hybriden Materialien strukturieren, um die Grundlage für die Entwicklung von Reaktoren für verschiedene industrielle Umgebungen zu legen und eine zukünftige Integration in Kohlenstoffabscheidungssysteme zu ermöglichen.

Laut dem Team wird die derzeit entwickelte Technologie mit industriellen Gasbehandlungssystemen kompatibel sein, wo CO2 aus Produktionsemissionen einfangen werden.

Im Rahmen des AERO2cycle-Projekts wird das Team außerdem die Möglichkeit untersuchen, das eingefangene CO2 in industriell nützliche chemische Verbindungen umzuwandeln.

Wenn die Tests erfolgreich sind, könnten die resultierenden chemischen Verbindungen zur Herstellung von Zutaten für kosmetische Formulierungen, nachhaltige polymere Materialien oder Komponenten für Energiespeichertechnologien verwendet werden. Dies wiederum würde bedeuten, dass das Projekt zu neuen Wertschöpfungsketten beiträgt, die auf dem eingefangenen CO2 basieren.

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KI erhöht das Potenzial für Biochar zur Kohlendioxidentfernung

In der Forschung wird zunehmend künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um die Leistung von Biochar zu verbessern und sie als effektiveres Instrument zur Kohlenstoffentfernung und Klimaminderung zu positionieren. Eine neue Studie zeigt, wie datenbasierte Ansätze die Fähigkeit von Biochar zur Kohlenstoffspeicherung erheblich verbessern könnten, während gleichzeitig landwirtschaftliche Systeme durch Verbesserung der Bodenqualität unterstützt werden. Die Leistung von Biochar variiert jedoch je nach Rohstoff, Verarbeitungsbedingungen und Umweltfaktoren, was die Optimierung zu einer komplexen und ressourcenintensiven Aufgabe macht.

Um dies anzugehen, wenden Forscherinnen und Forscher maschinelles Lernen und Techniken der natürlichen Sprachverarbeitung an, um die Produktion von Bicohar besser zu verstehen und zu verfeinern. Durch die Analyse großer Datensätze und wissenschaftlicher Literatur können diese Werkzeuge Muster erkennen und vorhersagen, wie verschiedene Variablen die Kohlenstoffbindung beeinflussen. Maschinelle Lernmodelle werden verwendet, um zu bewerten, wie Produktionsparameter wie Temperatur, Biomassetyp und Verarbeitungszeit wichtige Eigenschaften wie spezifische Oberfläche und Kohlenstoffstabilität beeinflussen.

Die Studie, die fast 1.800 wissenschaftliche Artikel im letzten Jahrzehnt überprüfte, zeigte einen starken Anstieg der Forschung, die künstliche Intelligenz mit Kohlenstoffspeicherungstechnologien kombiniert. Biochar hat sich als besonders schnell wachsendes Schwerpunktgebiet etabliert, wobei prädiktive Modellierung und Optimierung zu den wichtigsten Anwendungen gehören.

Einige Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI-gesteuertes Design die Leistung von Biochar erheblich verbessern kann. Dies öffnet die Tür zur Entwicklung maßgeschneiderter Materialien, die auf bestimmte Aufgabenstellungen, Böden, Klimazonen und landwirtschaftliche Praktiken zugeschnitten sind. Außerdem kann die Biochar-Anwendung in Böden die Wasserspeicherung, die Nährstoffverfügbarkeit und die Produktivität verbessern, während zudem Kohlenstoff stabilisiert und Treibhausgasemissionen reduziert werden. Unter bestimmten Szenarien könnten die globalen Bemühungen zur Emissionsminderung durch Biochar eine bedeutende Unterstützung erfahren.