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9. Österreichischer Biochar-Day – Aufruf zu Beiträgen

Termin: 1. Oktober 2026 (plus Exkursionstag 2. Oktober)

Ort: TU Wien (Böcklsaal), Karlsplatz 13, 1040 Wien

Der heurige nationale Biochar-Day findet erstmals an der TU Wien statt! Nutzen Sie ihn als Plattform für wissenschaftlichen Austausch und die Diskussion aktueller Entwicklungen im Bereich Biochar! Im Mittelpunkt stehen neueste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis sowie internationale Trends. Das Angebot richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Politik & Verwaltung sowie an Verbände, Behörden & Entscheidungsträger aus Österreich wie auch international.

Sie sind herzlich zur Einreichung eines Beitrages über den Link https://cloud.oeaw.ac.at/index.php/s/BgsXR3Ksy9o34pW eingeladen (wahlweise auf Deutsch oder Englisch; Deadline: 15. Juni 2026). Näheres finden Sie im

Merken Sie sich auch den Exkursionstag 2. Oktober 2026 vor – das Programm wird gerade erstellt und ist demnächst auf der ÖBIKA-Homepage zu finden.

Events, News

Biochar Summit 2026: Programmdetails veröffentlicht

Termin: 10.-11. Juni 2026

Ort: Lilienthalgasse 6, 1030 Wien (Stage 3)

Programmdetails für den (bereits mehrfach angekündigten) Biochar Summit 2026 in Wien, organisiert von Biochar Europe, finden Sie unter

Exkursionstag: 12. Juni. Die gewählten Exkursionen sind separat zu buchen unter

Auch für den „Focus Day – Biochar in Materials“ (der ebenfalls unabhängig vom Biochar Summit zu buchen ist) gibt es ein Detailprogramm:

Termin: 9. Juni 2026

Ort: Lastenstraße 19, 1230 Wien (Reallabor Fassfabrik)

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CRCF-Days in Brüssel

Termin: 20.-21. Mai 2026

Ort: Albert Borschette Conference Centre, Brussels / BE

Das erste jährliche Treffen der CRCF-Gemeinschaft (CRCF = Carbon Removal Carbon Farming) für dauerhafte CO2-Entfernung und Carbon Farming findet vom 20. bis 21. Mai in Brüssel statt. Auf Grund der hohen Nachfrage ist eine Teilnahme möglicherweise nur mehr online möglich.

Die Diskussionen sind entsprechend der beiden Hauptthemen strukturiert:

• Tag 1 – Dauerhafte Kohlenstoffentfernungen

• Tag 2 – Carbon Farming 

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit:

• Ein Update zu den Entwicklungen des CRCF einschließlich des weiteren klimapolitischen Rahmens zu erhalten

• An Diskussionen zur Gestaltung des EU CRCF Buyers‘ Club teilzunehmen

• Ansichten mit Lieferanten, Käufern und anderen Interessengruppen zu zentralen Herausforderungen und Chancen bei CO2-Entfernungen und CO2-Landwirtschaft auszutauschen

Events, News

34. Europäische Biomasse-Konferenz (EUBCE)

Termin: 19.-22. Mai 2026

Ort: Den Haag (World Forum The Hague), Niederlande

Die EUBCE ist als Veranstaltung zu beschreiben, die das Gleichgewicht zwischen Nachhaltigkeit in Bezug auf die Umwelt und der wirtschaftlichen Leistung der gesamten Biomassenutzungskette behandelt – nicht zu vergessen die Wissenschaft. Diese Konferenz behandelt alle Aspekte der Biomasse, von Ressourcen, Forschung, Innovation, Einsatz bis hin zu Politiken. Die Ausstellung legt besonderen Wert auf eine enge Partnerschaft zwischen Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und Industrie. Das Technische Programm wird vom Gemeinsamen Forschungszentrum der Europäischen Kommission koordiniert.

Themen:

  • Nachhaltige Ressourcen zur Dekarbonisierung der Wirtschaft
  • Nachhaltigkeit, Auswirkungen, Richtlinien und Systemanalyse
  • Biomasse, biobasierte Produkte und Integration von Bioenergie
  • Biomasseumwandlung für Bioenergie
  • Biomasseumwandlung in intermediäre Bioenergieträger und nachhaltige Biokraftstoffe
  • Biomasseumwandlung in Biomaterialien und Chemikalien

Auch das Thema Biochar kommt bei der EUBCE nicht zu kurz:

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Aufruf zu Beiträgen bei der “2026 North American Biochar Conference”

Termin: 16.-18. November, 2026 |

Ort: New Orleans, Louisiana / USA

Abstract-Einreichungen sind bis 20. Mai 2026 möglich. 

Das Programm der diesjährigen North American Biochar Conference (NABC2026) dreht sich um das Thema „Den Standard für Biochar setzen: Vertrauen. Hochskalierung. Akzeptanz.“ Einreichungen werden in den Bereichen Märkte, Finanzen, Forschung, Normen, Forstwirtschaft, Policy, Produktion und mehr entgegengenommen.

Sitzungsformate:

• Breakout-Sessions und technische Präsentationen für fokussierte Einblicke und Fallstudien

• Podiumsdiskussionen und Kamingespräche für Gespräche aus verschiedenen Perspektiven

• Posterpräsentationen zu Forschung, Projekten, Technologien und neuartigen Anwendungen 

News

Workshop zur EU-Düngeprodukt-Verordnung: Klärschlammkohle – bitte warten

Am 21.4.2026 fand ein Hybrid-Workshop mit der Präsentation des 2. Zwischenberichts des NMI-Institutes (Nutriënten Management Instituut BV, Wageningen) zur Bewertung von neuen Materialien und Prozessen bezüglich der Aufnahmemöglichkeit in die EU-Düngeprodukt-VO (Fertilising Products Regulation, FPR) statt. Beauftragt wurde diese Studie von der DG GROW (Directorate General for Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs). Insgesamt wurden 32 Materialien bzw. Prozesse behandelt, für die Vorschläge zur Aufnahme in die FPR bzw. zur Ausweitung des derzeitigen Umfangs vorlagen. Einer dieser Vorschläge betraf Klärschlamm als Eingangs-Material für CMC 14. CMC steht für „component material category“; CMC 14 regelt die Verwendung von Pyrolyse- und Vergasungsmaterialien (daher auch von Biochar) in EU-Düngeprodukten.

Nachdem im 1. Zwischenbericht von NMI die Verwendung von Klärschlamm in der Pyrolyse noch als interessant und verfolgenswert angesprochen worden war, änderte sich im 2. Zwischenbericht die Bewertung. Unter Missachtung einer Vielzahl von Studien, welche von einer verlässlichen Zerstörung von PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) bei ausreichend hohen Temperaturen (>600 °C) berichtet haben, befand NMI die Datenlage für nicht ausreichend und empfahl eine spätere Wiederbewertung, wenn die Prozessparameter, Analysemethoden und Grenzwerte besser geklärt wären. Da es zu all diesen Fragestellungen jedoch viele wissenschaftlich fundierte Daten und Studien gibt, wies ÖBIKA in einem Kommentar zum Zwischenbericht auf die von NMI ignorierten Studien hin und schlug auf Basis der vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse eine Einbeziehung von Klärschlamm als erlaubtes Eingangsmaterial für CMC 14-Produkte vor. Ähnliche Kommentare wurden auch von anderen Biochar-Stakeholdern verfasst und an NMI geschickt. Es wird sich zeigen, ob im zukünftigen Schlussbericht eine Berücksichtigung des aktuellen Stands des Wissens stattgefunden hat.

Zitat:

Van Schöll L & Riechelman W.H. (2026), Technical study to support the inclusion of new materials and processes under the Fertilising Products Regulation (FPR); Lot 2: Materials and processes under the FPR. Second interim report; Assessment of market perspective, agronomic efficiency and environmental safety. Nutriënten Management Instituut BV, Wageningen, Report NMI 2002.N.23(III), pp 187

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Veröffentlichung des „Delegated Act“ über dauerhafte Kohlendioxidentfernung

Am 17. April 2026 veröffentlichte die EU-Kommission in ihrem Amtsblatt die kürzlich verabschiedete Delegierten-Verordnung, die Methoden zur Zertifizierung von drei Technologien festlegt, die CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen: Direkte Luftabscheidung mit CO2-Speicherung (DACCS); Biogene Emissionserfassung mit Kohlenstoffspeicherung (BioCCS) und Kohlenstoffentfernung mittel Biochar (BCR).

Diese Technologien wurden aufgrund ihrer technologischen Reife und ihres Potenzials ausgewählt, um dabei zu helfen, Europas Wirtschaft und Gesellschaft bis 2050 klimaneutral zu machen. Zukünftig werden europäische Kohlenstoffentfernungsaktivitäten, die diese Technologien nutzen, gemäß der CRCF-Verordnung zertifiziert werden. 

Dies bedeutet, dass die verschiedenen derzeit aktiven Handelsplattformen für den freiwilligen Kohlenstoff-Markt, welche sich noch geringfügig in ihren Zertifizierungsregeln unterscheiden, zu mittelfristig harmonisierten Rahmenbedingungen für den Zertifikatehandel gelangen werden, sofern sie sich unter CRCF lizenzieren lassen.

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EU und Irland stellen 10 Millionen Euro für regionale Biochar- und Bioökonomieinitiativen bereit

Die irische Regierung und die Europäische Union haben ein Finanzierungspaket von 10 Millionen Euro im Rahmen des „Just Transition Fund“ der EU angekündigt, um zwei große Bioökonomie-Demonstrationsprojekte zu unterstützen. Speziell auf die irische Midlands-Region angepasst, wird die Investition gleichmäßig zwischen dem BIOCHAR-Projekt unter der Leitung der Universität Limerick und dem TRANSFORM-Projekt des University College Dublin aufgeteilt. Die BIOCHAR-Initiative konzentriert sich auf die Entwicklung mittelgroßer Produktionsanlagen und die Anwendung von Biochar in der Landwirtschaft, Wasseraufbereitung und Verkehrsinfrastruktur. Die Initiative konzentriert sich darauf, lokale Lieferketten und nachhaltige landwirtschaftliche Anwendungen zu schaffen, um torfbasierte Industrien zu ersetzen. Gemeinsam sollen die Initiativen die Skalierung des Bioökonomiesektors Irlands beschleunigen und gleichzeitig langfristige Umweltvorteile und neue wirtschaftliche Chancen für ländliche Gemeinden bieten.

Das BIOCHAR-Projekt verfolgt einen multisektoralen Ansatz, indem es den Nutzen von Biochar in verschiedenen Bereichen wie Infrastruktur und Wasseraufbereitung demonstriert. Nährstoffbindung und Emissionsreduktionen werden in einem landwirtschaftlichen Umfeld bewertet. Mit diesem Ansatz soll lokal gewonnene Biomasse in der Region in hochwertige Produkte umgewandelt werden.

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Biochar als Lösung zur Kohlendioxidentfernung: Statusbericht und aktueller Stand

Biochar hat sich als vielversprechende Lösung zur Kohlendioxidentfernung (CDR) etabliert, die langfristige Kohlenstoffspeicherung mit Vorteilen für Bodengesundheit, Abfallmanagement und industrielle Anwendungen kombiniert. Dieser Bericht bietet eine umfassende Einschätzung des aktuellen Biochar-Status bezüglich Ausgangsstoffen, Produktionstechnologien, Materialeigenschaften und Endnutzungswege, mit besonderem Fokus auf die Rolle bei der Klimawandelminderung. Basierend auf wissenschaftlicher Literatur und internationalen Fallstudien bewertet der Bericht das Potenzial zur Kohlenstoffspeicherung, die Umweltleistung und die technologische Reife von Biochar-Systemen. Unterschieden wird zwischen Anwendungen, die eine dauerhafte Kohlenstoffentfernung ermöglichen, und solchen, die hauptsächlich zur Emissionsreduktion beitragen. Der Bericht untersucht zudem Einsatzbarrieren, darunter die Verfügbarkeit von Ausgangsstoffen, regulatorische Rahmenbedingungen, Marktentwicklung und Sicherheitsaspekte, und überprüft den Stand der Biochar-Implementierung in den Ländern der Mission Innovation. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden Chancen und Empfehlungen skizziert, um die verantwortungsvolle Skalierung von Biochar als Klimalösung zu unterstützen.

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Verbesserter Asphalt mit CO2-Speicherung durch Biochar-Einbau: Beispiel USA

Verde Resources und Oregon Biochar Solutions haben in den USA eine mit Biochar verbesserte, kalt recycelte Asphaltmischung entwickelt, welche die Haltbarkeit des Belags verbessert und gleichzeitig Kohlenstoff für 200 Jahre bindet. Das Projekt hat erfolgreich Kohlenstoffentfernungs-Zertifikate monetarisiert und die ganzjährige Baufähigkeit ohne hohe Wärmeentwicklung demonstriert.

Verde Resources, ein ehemaliges Bergbauunternehmen, das auf nachhaltige Materialien umgestiegen ist, hat mit Oregon Biochar Solutions zusammengearbeitet, um Biochar in die Asphaltproduktion zu integrieren. Diese Initiative konzentriert sich auf eine kalt-recycelte Bio-Asphalt-Oberflächenmischung, die aus recyceltem Asphaltbelag (RAP), Biochar aus Holzabfällen und einem eigens entwickelten Emulgator besteht. Das Projekt zielt darauf ab, über die traditionelle Kohlenstoffeinarbeitung in der Unterschicht hinauszugehen, indem Biochar in oberflächennahen Asphaltanwendungen eingesetzt wird. Die Validierung der Dauerhaftigkeit des gespeicherten Kohlenstoffs unterstützt die Monetarisierung der Kohlenstoffentfernungs-Zertifikate bei gleichzeitiger Verbesserung der technischen Eigenschaften von Straßenoberflächen.

Die Anwendung dieser Biochar-Asphalt-Mischung hat sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile gebracht. In einer Proof-of-Concept-Einführung erzeugten fünf Tonnen Biokohle acht Tonnen verifizierter Kohlenstoffentfernungszertifikate, die anschließend auf dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt verkauft wurden. Operativ zeigte die Mischung eine hohe Haltbarkeit und verlängertes Verarbeitungsfenster, was den Herstellern größere Flexibilität bot. Verde Resources entwickelt derzeit seine Environmental Product Declarations (EPDs) für das gesamte Mixdesign, um diese Ergebnisse weiter zu standardisieren. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Biokohle erfolgreich von landwirtschaftlichen Anwendungen in den Bausektor als funktionale, kohlenstoffnegative Komponente moderner Infrastruktur übergehen kann.