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Neues über Anwendungsmöglichkeiten Biokohle

Biokohle als Elektrodenmaterial

Biokohle aus verschiedenen Inputmaterialien, selbst aus Klärschlamm, kann als Anodenmaterial in Natrium-Ionen eingesetzt werden und dadurch Graphit-Elektroden in Batterien ersetzen.

Holzessig als Pflanzenstärkungsmittel

Holzessig kann als Nebenprodukt bei der langsamen Pyrolyse von Holz durch Kondensation der flüchtigen Anteile gewonnen werden. Holzessig wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin eingesetzt. Aktuell rücken die Verwendungsmöglichkeiten als natürliches Pflanzenschutzmittel (Insektizid) und als Pflanzenstärkungsmittel in den Vordergrund, in Kombination mit Biokohle auch für die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.

Weitere Infos und ein Link zu einer neuen Studie (Effect of the Interaction between Wood Vinegar and Biochar Feedstock on Tomato Plants) finden Sie hier:

Biokohle als Asphalt-Zuschlagsstoff verdient Carbon Credits

Nach den erfolgreichen Vorarlberger Pilotversuchen zum Einsatz von Biokohle bei der Straßen-Asphaltierung wird man auch international auf diese Verwendungsmöglichkeit von Biokohle aufmerksam. Dieser Einsatz zahlt sich im Handel von „CO2 Removal Credits“ aus und wird auch von den etablierten Handelsplattformen promoted.

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Neues Video über „Carbon Farming“ und „Carbon Credits”

CREA und Teagasc (italienische und irische landwirtschaftliche öffentliche Forschungsinstitutionen) haben ein 5-Minuten-Video veröffentlicht, in dem die wichtigsten Fragen über Carbon Farming, Carbon Credits und Carbon Accounting beantwortet werden.

Diese Fragen sind auch für alle landwirtschaftlichen Anwender*innen von Pflanzenkohle relevant. Die im Video angesprochene „exogenous organic matter“ ist nämlich ein Sammelbegriff für Kompost, Gärreste, Wirtschaftsdünger und Pflanzenkohlen. Deren Ausbringung auf landwirtschaftliche Böden ist eine der Varianten des Carbon Farmings

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Wieselburg: Green Carbon Lab eröffnet

Am Technopol-Standort Wieselburg wurde kürzlich das „Green Carbon Lab“, geleitet vom Kompetenzzentrum BEST GmbH, eröffnet. Das Green Carbon Lab bietet eine exzellente Forschungsinfrastruktur zur Untersuchung der Produktion von Pflanzenkohle, Pyrolyseöl und Gas aus organischen Roh- und Reststoffen mittels Pyrolyse. Die Leitung des Projekts hat Elisabeth Wopienka, Area Managerin im COMET-Kompetenzzentrum BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies, inne.

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In Handarbeit hergestellte Pflanzenkohle kann als Kohlenstoff-Senke zertifiziert werden

Der „Global Artisan C-Sink Standard“ ermöglicht es Kleinbauern und -bäuerinnen, bei Befolgung bestimmter Qualitätskriterien während der Pflanzenkohle-Herstellung bei landwirtschaftlicher Anwendung CO2-Zertifikate über bestehende Handelsplattformen zu verkaufen und dadurch zusätzliches Einkommen zu generieren.

Hier finden Sie die Richtlinien für die Herstellung und Zertifizierung handwerklich produzierter Pflanzenkohle:

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EBC-Version 10.3 und neue Positivliste erlauben zusätzlich Eingangsmaterialien für die Pyrolyse

Die neueste Version des European Biochar Certificate hat die Möglichkeit eröffnet, bestimmte bisher nicht zugelassene Eingangsstoffe für die Pyrolyse zu verwenden. Dadurch können Nebenprodukte der Tierhaltung (Mist, Gülle) und der tierischen Lebensmittelverarbeitung (Knochen), der Biogas-Produktion (Gärreste) sowie Klärschlamm mittels Pyrolyse verkohlt und als Produkt verwendet werden, sofern eine Mindesttemperatur von 500 °C erreicht wird. Die neue Kohleprodukte können nur für bestimmte Zertifizierungsklassen eingesetzt werden (nicht für Futter und FutterPlus) und unterliegen den gleichen Schadstoff-Grenzwerten wie konventionelle Pflanzenkohlen.

Weitere Informationen und die neuen Richtlinien finden Sie

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Aktueller über Bericht über Optionen und Potential verschiedener Technologien zur Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre

Smith et al. (2023) haben in einer Zusammenarbeit von 12 Institutionen und zahlreichen IPCC-AutorInnen den aktuellen Stand von carbon dioxide removals (CDR) auf globaler Ebene bewertet.

Ein zentrales Zitat aus dem Bericht:

“We define CDR as capturing CO₂ from the atmosphere and storing it away for decades to millennia.”

Pflanzenkohle entspricht bei richtiger Anwendung dieser Definition zu 100 % und spielt daher sowohl im Bericht als auch im realen Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle.